Cottbus triumphiert in köln: biankadis akrobatik rettet punkt
Energie Cottbus enteilte sich am Sonntag in Köln Viktoria Köln mit einem knappen 2:1 – und das dank einer außergewöhnlichen Rettungsaktion von Merveille Biankadi. Der Mann, der eigentlich für Tore zuständig ist, bewies auf dem Weg zum Aufstieg ein unglaubliches Stellungsspiel und Reflexe.
Ein kunststück, das wollitz vorausahnen konnte?
Die Partie war alles andere als ein Spaziergang für die Lausitzer. Viktoria Köln drängte vor allem in der zweiten Halbzeit auf den Ausgleich, doch Biankadi war zur Stelle. In der 49. Minute, nach einem Eckball der Kölner, schien der Treffer für Viktoria Köln bereits perfekt vorbereitet. Duman zielte präzise, aber Biankadi bewies, dass er nicht nur vor dem Tor gefährlich ist. Der Cottbuser stürmte in Richtung des langen Eckes und vollführte einen atemberaubenden Fallrückzieher, der den Ball noch am Pfosten vorbei lenkte. Eine unfassbare Leistung, die dem Spiel den Stempel aufdrückte.
Trainer Claus-Dieter Wollitz deutete an, dass er diese außergewöhnliche Leistung seines Schützlings bereits vorhergesehen hatte. King Manu, der nach dem Spiel bei MagentaSport über die Ansprache des Trainers berichtete, verriet: "Der Trainer hat vor dem Spiel gesagt: 'Merv, stell dich hinten an den zweiten Pfosten mit deiner Erfahrung – du hast das Gespür, falls der Ball mal auf den zweiten Pfosten fällt.'" Und so kam es dann tatsächlich.
Die Leichtigkeit, mit der Biankadi diese Aktion ausführte, beeindruckte auch seinen Mitspieler Manu: "Merv ist eigentlich ein alter Opa, ich glaube, der hat jetzt erstmal nur Schmerzen, aber ich freue mich natürlich für ihn!" Wollitz selbst bestätigte die Anekdote, gab aber bescheiden zu: "Das habe ich wirklich angeordnet. Ab und zu habe ich eben auch einen Glückstreffer."

Die eckenverteidigung im fokus – und ein überraschendes tor von manu
Der Glückstreffer war es jedoch nicht allein. Nach einem Gegentor gegen RWE hatte Wollitz die Eckenverteidigung intensiv trainiert. "Es wird ja bei uns wie bei den meisten Mannschaften Mann/Raum gedeckt. Nur der hintere Verteidiger hat meistens nie eine Option und da brauchst du dann einfach Wachsamkeit." Die investierte Arbeit zahlte nun Früchte.
Der Sieg wurde dann durch ein Tor von Manu besiegelt, der als gebürtiger Kölner die Partie versiegelt. Nach dem eroberten Ball übernahm der eingewechselte Tolga Cigerci kurzfristig das Spielgeschehen, wodurch sich Manu auf einen überraschenden Ausflug nach vorne begeben konnte. Er vollendete dann lässig per Beinanschuss. "Ich habe mich gewundert, dass da in der Mitte so viel Platz war und dann dachte ich mir 'Ich starte mal tief',“ erklärte der Torschütze.
Mit diesem Sieg hat Energie Cottbus nun einen Vorsprung von drei Punkten auf den vierten Platz und nur noch drei Spiele vor Saisonende. <Das Team spielt wie ein echter Aufsteiger und scheint in der finalen Saisonphase in Topform zu sein.
