Bayern-pleite weckt erinnerungen: baum und fca demonstrieren stolz

Während Michael Gregoritsch und Manuel Baum sich im Stadion sahen, wie Bayern München ein irres Spiel gegen Real Madrid gewann, knistert es im FCA-Lager vor einer ganz eigenen Energie. Denn was den Königlichen nicht gelang, haben die Augsburger schon bewiesen: Sie können auch die vermeintlich unschlagbaren Gegner bezwingen – auch wenn der aktuelle Tabellenplatz eine andere Geschichte erzählt.

Die durststrecke und der blick nach vorne

Fünf Spiele ohne Sieg mögen auf den ersten Blick entmutigend wirken, doch die Formkurve des FC Augsburg zeigt nach oben. Zwar waren die letzten Niederlagen gegen Leipzig, Dortmund und Stuttgart hochkarätig, doch die Remis gegen den Hamburger SV und Hoffenheim lassen auf einen erfolgreichen Saisonendspurt hoffen. Am Samstag geht es gegen Bayer Leverkusen – ein Gegner, der die Qualitäten des FCA auf die Probe stellen wird.

Trainer Manuel Baum vergleicht Leverkusen mit BVB oder Leipzig, was die spielerische Klasse betrifft. Sein Einstand als FCA-Trainer wurde im vergangenen Jahr mit einem 2:0-Sieg gegen die Werkself gefeiert. Nun steht das 100. Spiel auf der Augsburger Bank an – eine Marke, die ihm vor ihm nur Markus Weinzierl erreichte. 28 Siege, 29 Remis und 42 Niederlagen bilanzieren seine bisherige Bilanz. Die Erinnerung an den überraschenden 2:1-Sieg in der Allianz Arena im Januar ist noch frisch.

“Das macht einen stolz, ist eine schöne Geschichte, hilft aber nicht mehr in der Gegenwart”, sagt Baum nüchtern. Es geht darum, diese stolze Leistung in Leverkusen zu wiederholen und das Gefühl zu bewahren, auch eine Top-Mannschaft der Liga schlagen zu können.

Personelle engpässe und die rückkehr von matsima

Personelle engpässe und die rückkehr von matsima

Ein Fragezeichen steht hinter Kapitän Jeff Gouweleeuw, der sich im Training eine Knieverletzung zuzog. Dennoch wird er voraussichtlich zur Verfügung stehen. Positiver hingegen die Vorfreude auf das Comeback von Chrislain Matsima, der nach monatelanger Pause aufgrund einer Sehnenverletzung im Oberschenkel gegen Eintracht Frankfurt wieder ins Team zurückkehren soll. Seine Stabilität in der Innenverteidigung wird dem FCA guttun.

Elfmeter-dilemma und rexhbecajs abschied

Elfmeter-dilemma und rexhbecajs abschied

Wer den nächsten Elfmeter schießen wird, ließ Baum offen. Keven Schlotterbeck und Alexis Claude-Maurice vergaben zuletzt vom Punkt. “Wir haben mehrere Schützen, wer ein gutes Gefühl hat, darf schießen”, erklärte der Coach und nannte Claude-Maurice, Fabian Rieder und Gregoritsch als Kandidaten. Gregoritsch hat in dieser Saison bereits einen verwandelt.

Ein weiterer Abschied steht bevor: Elvis Rexhbecaj wird seinen Vertrag im Sommer nicht verlängern und zurück zum VfL Wolfsburg wechseln, wo seine Profikarriere begann. “Elvis hat seine Rolle immer top erfüllt, er bekommt bis Saisonende die gleichen Chancen wie jeder andere”, so Baum. Ein Mann geht, ein anderer kommt – der Kreislauf des Fußballs dreht sich weiter. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob der FCA den Stolz vergangener Siege in Punkte umwandeln kann.