Van gerwen zerquetscht schindlers traum mit 122er-average – deutscher darts-tag endet im horror
Leicester – ein Ort, an dem Träume sterben. Martin Schindler war in Bestform, hatte die Nummer eins der Pro-Tour, Wessel Nijman, niedergestochen, und dann kam Michael van Gerwen. Fertig. 7:0 in Legs, 122,34 im Average. Der Niederländer brauchte nur zweimal mehr als zwölf Darts, um ein Leg zu entscheiden. Schindler? Selbst 108,78 reichten nicht mal für ein einziges Doppel. Die Message ist klar: Wenn MVG so spielt, kannst du verdammt noch mal 130 average und trotzdem mit leeren Händen dastehen.
Deutsche flaute: nur schindler überlebt runde zwei
Während Schindler sich im Achtelfinale gegen Nijman in einen 6:5-Krimi riss, war der Rest des Kaders schon auf dem Weg zum Flughafen. Leon Weber, Niko Springer – beide mit 1:6 raus. Gabriel Clemens, Max Hopp, Ricardo Pietreczko, Arno Merk: allesamt schon in Runde eins erledigt. Kein deutscher Sieg jenseits von Schindler. Das ist kein Ausrutscher, das ist ein Systemzusammenbruch.
Die Zahlen sind gnadenlos. Drei deutsche Spieler schafften die Top-32, nur einer die Top-8. Und selbst der musste zusehen, wie van Gerwen im fünften Leg ein 127er Bull-Finish versenkte – Show, Punchline, Abpfiff. Die 180 zum Auftakt war da noch ein gemeinsamer Höflichkeitsgruß, danach ging’s nur noch ums Überleben. Schindler überlebte nicht.

Finale ohne deutsche beteiligung – van gerwen krönt sich mit 8:5 gegen van duijvenbode
Im Endspiel kam es zum reinen Oranje-Duell. Dirk van Duijvenbode hatte Stephen Bunting 7:5 weggeschossen, beide Average jenseits der 100-Marke. Doch van Gerwen blieb in einem leichten Vorwärtsgang, zog mit 8:5 durch und schnappte sich die Players Championship 15. Für Schindler bleibt die Erkenntnis: Er kann auf Weltniveau mithalten, aber gegen einen MVG in „God-Mode“ reicht selbst eine Saison-Leistung nicht. Die nächste Chance kommt schneller, als man denkt – ob sie reicht, ist eine andere Frage.
