Angststörungen in augsburg? fca kämpft um sicheren klassenerhalt
Der FC Augsburg steht vor einer heiklen Situation: Mit nur einem Punkt aus den letzten vier Spielen ist der sichere Klassenerhalt gefährdet. Während Trainer Manuel Baum die 40-Punkte-Marke anstrebt, muss er sich einer unangenehmen Gewohnheit seiner Mannschaft stellen – die Tendenz zum Nachlassen, sobald die Rettung in Sicht ist.

Alte muster durchbrechen: baums kampf gegen die entspannung
In den vergangenen drei Spielzeiten entwickelte der FCA eine beunruhigende Routine: Sobald der Klassenerhalt feststand, schien die Mannschaft den Motor abzukühlen. Die Ausbeute in den letzten Saisonspielen sank drastisch, wobei die Saison 2022/23 mit lediglich vier Punkten der Tiefpunkt war. Baum weiß, dass diese Entwicklung gestoppt werden muss. „Wir haben eine Kultur entwickelt, in jedem Spiel gierig auf drei Punkte zu sein“, erklärt er, und versucht nun, diese Einstellung durch intensives Training und ein hohes Maß an Spaß am Spiel zu festigen.
Das bevorstehende Heimspiel gegen Hoffenheim bietet hierfür eine ideale Gelegenheit. Der Gegner, der in der Hinrunde unter Baums Vorgänger Sandro Wagner noch eine deutliche 3:0-Niederlage einstecken musste, gilt zwar als Champions-League-Aspirant, doch Baum sieht in diesem Duell einen „nächsten Kracher zu Hause“ und verspricht ein „Fest“ – auch wenn diese Aussage angesichts der aktuellen Tabellensituation leicht übertrieben wirkt.
Ein Lichtblick für Baum ist die mögliche Rückkehr von Routinier Jeff Gouweleeuw. Der eigentliche Kapitän, der seit dem 10. Spieltag aufgrund einer Innenbandverletzung fehlte, ist seit drei, vier Wochen wieder voll im Training und könnte gegen Hoffenheim in die Startelf zurückkehren. „Jeff ist seit drei, vier Wochen wieder voll dabei, er oder Noki Banks sind die Optionen“, so Baum.
Neben Gouweleeuw fehlen dem FCA lediglich Keven Schlotterbeck (gelbgesperrt) und Yannik Keitel (Schleimbeutelentzündung). Chrislain Matsima kämpft zwar mit einer Sehnenriss im Oberschenkel, steht aber noch nicht zur Verfügung. Die Vielzahl an Alternativen im Kader, darunter auch Fabian Rieder, der nach seiner starken Premiere auf der Doppelsechs eine Option darstellt, soll den Konkurrenzkampf befeuern und so ein erneutes schwaches Saisonende verhindern.
Die Geschichte lehrt: Der FCA darf sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Die Vergangenheit zeigt, dass die Gefahr lauert, den Klassenerhalt unnötig zu verkomplizieren. Nur mit einer konstanten Leistung bis zum Schluss kann Augsburg seine Zieleerreichen.
