Abschied von einer biathlon-legende: franziska preuß beendet ihre karriere

Abschied von einer biathlon-legende: franziska preuß beendet ihre karriere

Ein bedeutendes Kapitel im deutschen Biathlon geht zu Ende. Franziska Preuß hat ihre Karriere beim olympischen Massenstart beendet. Die Reaktionen aus der Biathlon-Welt sind voller Anerkennung und Wehmut. Ihr letztes Rennen war ein emotionaler Abschied, der von Familie, Teamkollegen und Fans gefeiert wurde.

Ein denkwürdiger abschied in olympia

Der Abschied von Franziska Preuß war alles andere als trocken. Im Zielbereich erwartete sie eine Champagnerdusche und zahlreiche herzliche Umarmungen. Ihre Familie hatte Schilder und Porträtbilder mit einer Krone in den Himmel gestreckt, ein Zeichen der Wertschätzung und Liebe. Das gesamte deutsche Biathlon-Team war anwesend, um „Franzi“ ein letztes Mal zu feiern.

Stimmen zum abschied

Stimmen zum abschied

Arnd Peiffer zeigte sich in der ARD beeindruckt: „Ich glaube, eine tollere Kulisse kann man sich kaum vorstellen. Das Publikum, das allen zugewinkt hat, dann die vielen Banner und Freunde. Man sieht, dass sie wirklich erleichtert und gelassen ist. Es ist so schön, dass sie es mit allen gemeinsam feiern kann.“

Vorbild für den deutschen biathlon

Mit dem Rücktritt von Preuß entsteht eine große Lücke im DSV-Team. Ihre Teamkollegin Janina Hettich-Walz betonte gegenüber SPORT1, dass gemeinsame Erinnerungen bleiben werden. „Sie war jetzt jahrelang Teil des Teams. Seit ich dabei bin, war sie auch immer dabei, da bricht mir auf jeden Fall eine Stütze weg. Wir waren jetzt die letzten Tage viel am Perlen basteln, es gibt schon sehr viele Geschichten zusammen.“

Lernen von rückschlägen

Vanessa Voigt hob hervor, dass man von Preuß lernen könne, wie man mit Rückschlägen umgeht. Sie wurde als beste Deutsche im Massenstart Siebte. Auch Felix Bitterling, Sportdirektor des DSV, schwärmte von ihrer Vorbereitung und ihrem Blick für Details: „Sie ist bis ins kleinste Detail vorbereitet und überlässt sehr wenig dem Zufall.“

Ein vorbild für die nächste generation

Erik Lesser, ARD-Experte, ergänzte: „Sie war immer eine Athletin, die vorne wegging, und ist mittlerweile auch ein Vorbild für viele Nachwuchs-Athletinnen. Sie wird hinterlassen, dass es viele Nachwuchsathletinnen gibt, die sagen: ‚Ich möchte gerne eine Franzi Preuß werden.‘“

Auch die konkurrenz trauert

Die Trauer über den Abschied von Franziska Preuß reicht über das deutsche Team hinaus. Julia Simon, ihre Konkurrentin, gestand auf der Pressekonferenz nach dem Rennen, dass sie fast weinen musste, als sie von ihrem Rücktritt erfuhr: „Sie war einfach eine tolle Gegnerin. Sie hat immer gelacht, sie war immer so nett.“

Eine glänzende karriere

Obwohl es am Ende nicht mit einer Medaille geklappt hat, kann das über die beeindruckende Karriere von Franziska Preuß hinwegtäuschen. Felix Bitterling fasste zusammen: „Es war eine tolle Karriere, die sie hatte. Es tut mir ein bisschen leid, dass sie nicht dieses Happy End hatte, das sich ganz Biathlon-Deutschland und auch die internationale Biathlon-Familie gewünscht hätte. Nichtsdestotrotz bleibt für mich kein großer Wermutstropfen, denn sie hat so viel erreicht.“