Thw kiel sichert sich justus fischer: zebraherde holt em-silber-kreisläufer 2027
Die Bombe ist offiziell: Justus Fischer wechselt 2027 zum THW Kiel. Der 23-jährige Kreisläufer unterschreibt beim Rekordmeister einen Zwei-Jahres-Vertrag – und löst damit das vielleicht heißeste Transferpuzzle der Handball-Bundesliga auf.
Fischer kommt von der TSV Hannover-Burgdorf, wo er seit 2020 seine Kreise zieht. Dort wurde er zum Nationalspieler geformt, holte mit dem DHB-Team Olympia-Silber und EM-Silber. Nun zieht es ihn an die Förde. „Ich will meine Komfortzone verlassen“, sagt er. Kein Standard-Satz, sondern Programm. Denn in Kiel erwartet ihn kein gemütlicher Nestbau, sondern der Aufbau einer neuen Ära.
Warum kiel und warum jetzt?
Die Antwort lautet: Timing. Filip Jicha und Viktor Szilagyi haben Fischer schon vor Jahren auf dem Zettel. Doch damals war er noch nicht bereit. Jetzt schon. „Das Kieler Konzept ist stark“, sagt Fischer. Gemeint ist ein junges Team, das nach der Ära Weinhold und Ekberg neu durchstartet. Mit ihm sollen Julian Köster, Andreas Wolff, Rune Dahmke und Zebenzui González die nächste Meisterschaftslawine auslösen.
Für Kiel ist der Transfer ein Coup. „Justus ist defensiv wie offensiv ein Spieler für die Zukunft“, sagt Geschäftsführer Szilagyi. Das klingt nach Klischee, ist aber korrekt. Fischer ist ein Verteidiger mit Torinstinkt, ein Kreisläufer, der auch im Zentrum der Abwehr stehen kann. Genau die Flexibilität, die Kiel braucht, wenn es 2028 wieder um die Königsklasse geht.

Was hannenburg jetzt tun muss
Hannover verliert seinen Topscorer und Identifikationsfigur. Die TSV muss nun zeigen, dass sie mehr ist als ein Entwicklungsklub. Manager Sascha Klahn hatte den Abgang kommen sehen – und trotzdem keine Ersatzlösung präsentiert. Die nächsten beiden Spielzeiten werden zur Bewährungsprobe. Wer kann Fischers Lücke füllen? Die Antwort wird nicht auf dem Transfermarkt kommen, sondern in der eigenen Jugend.
Fischer selbst bleibt bis 2027 in Hannover. Ein halbes Jahrzehnt, in dem er sich von einem talentierten Jungen zu einem gestandenen Nationalspieler entwickelt hat. Seine letzte Saison wird zur Abschiedstournee – und zur Generalprobe für Kiel. Denn wenn er 2027 das Zebra-Trikot überstreift, soll keine Anlaufzeit mehr nötig sein. Dann soll er sofort liefern.
Die Botschaft ist klar: Kiel baut nicht nur um, es baut auf. Auf einen Kreisläufer, der sich nie versteckt. Auf einen Spieler, der sich seine Träume nicht erfüllen lässt – sondern sich holt.
