Thun betrügt die statistik: 19 punkte über erwartung, basel verschenkt den titel

Die Tabelle lügt nicht – sagt man. Doch wer die Zahlen von Fotmob studiert, erkennt: Der FC Thun spielt ein Pokerspiel mit der Wahrscheinlichkeit und gewinnt. 19 Zähler mehr als nach xG und xGA üblich, das ist kein Zufall, das ist ein Skandal für jeden Datenfanatiker.

Basel schießt sich selbst ab

Basel schießt sich selbst ab

15 xG-Tore liegen beim FCB unterschlagen, ein Armutszeugnis für die Angriffsreihe. Die Konsequenz: vier Punkte Abzug, Platz zwei statt eins. Statt sich mit dem «verdienten» Titel zu trösten, bleibt dem Meister nur die bittere Erkenntnis: Chancen allein kaufen keine Punkte. Wer die Bulgur nicht trifft, muss beim Abpfiff zusehen, wie Thun jubelt.

Luzern wiederum ist der große Verlierer der Expected-Wertung. Zehn Punkte Defizit, drei Plätze tiefer als berechnet – das ist kein Pech, das ist strukturelle Ineffizienz. Die Innerschweizer verpassen die nackte Statistik so konsequent wie die Play-offs.

Am Tabellenende bleibt ohnehin alles beim Alten: Winterthur sammelt auch im Paralleluniversum der xTabelle nur Rauschpunkte. Grasshopper kann sich zwar über den imaginären Vorsprung freuen, doch der rettet nicht vor dem realen Abstiegskampf.

Fazit: Thuns Siegesserie ist kein Ausreißer, sondern ein Masterclass in Effektivität. Basel liefert sich selbst ab, Luzern schliddert durch die Saison wie auf Glatteis. Und die Statistik? Die lügt doch – zumindest bis zum letzten Pfiff.