Thioune übernimmt werder bremen: neustart mit fokus auf offensive

Neuer trainer, neue hoffnung für werder bremen

Daniel Thioune ist der neue Trainer des abstiegsbedrohten Bundesligisten SV Werder Bremen. Der 51-Jährige soll die Mannschaft stabilisieren und langfristig wieder erfolgreich machen. Clemens Fritz, der Geschäftsführer Fußball von Werder, gab bekannt, dass Thioune aus einer Shortlist von vier Kandidaten ausgewählt wurde. Trotz der zuletzt enttäuschenden Ergebnisse und zehn sieglosen Spielen in der Bundesliga zeigte sich Thioune optimistisch und voller Tatendrang.

Die analyse von thioune: wo werder bremen schwächelt

Die analyse von thioune: wo werder bremen schwächelt

Thioune analysierte die bisherige Saison bereits und erkannte klare Schwächen. "Wir haben sehr wenige Tore geschossen und verdammt viele bekommen", stellte er fest. Er betonte, dass die Mannschaft zwar Ballbesitz hatte, dieser aber im letzten Drittel zu wenig gefährlich war. Er sieht aber auch positive Ansätze und glaubt, dass die Mannschaft oft nur knapp an einem Punkt vorbeigekratzt ist.

Kein überfrachteter plan, sondern entwicklung

Kein überfrachteter plan, sondern entwicklung

Der neue Trainer möchte die Spieler nicht mit einem komplexen System überfordern. "Ich will die Spieler anfangs nicht überfrachten. Jeder soll sich möglichst da wiederfinden, wo er sich wohlfühlt", erklärte Thioune. Er plant, mit einem schnellen, direkten Spiel nach vorne anzusetzen, das auf Tiefe statt auf Breite setzt und kurze Pässe bevorzugt. Die genaue taktische Ausrichtung möchte er sich aber noch offenhalten.

Die suche nach dem richtigen mann: eine kleine odyssee

Die suche nach dem richtigen mann: eine kleine odyssee

Die Entscheidung für Thioune fiel nach einer intensiven Suche. Nach der 0:2-Heimniederlage gegen Hoffenheim intensivierten die Bremer Verantwortlichen die Suche nach einem neuen Trainer. Zuerst schien ein Trainerwechsel noch undenkbar, doch die Negativserie von zehn Spielen ohne Sieg zwang sie zum Handeln. Es gab auch Gespräche mit Bo Henriksen und Bo Svensson, die jedoch aus verschiedenen Gründen scheiterten.

Warum henriksen und svensson nicht passten

Warum henriksen und svensson nicht passten

Bo Henriksen war zwar ein interessanter Kandidat, seine Ablösesumme beim 1. FSV Mainz 05 hätte jedoch eine Hürde dargestellt. Bo Svensson zeigte Bedenken hinsichtlich eines Engagements in Bremen und fokussierte sich auf andere Optionen. Fritz betonte jedoch, dass kein Trainer aufgrund der Kaderqualität abgesagt habe.

Thioune: ein norddeutscher mit werder-vergangenheit

Daniel Thioune ist ein Norddeutscher durch und durch. Er spielte in Schleswig-Holstein und trainierte in Hamburg und Osnabrück. "Bremen fehlte mir noch…", sagte er. Er hat eine persönliche Verbindung zum Verein, da sein Vater ein großer Werder-Fan war. Zudem kennt er einige Spieler und Funktionäre aus seiner Vergangenheit, darunter Alexander Nouri und Felix Agu.

Die bevorstehenden herausforderungen

Der Februar wird für Werder Bremen eine entscheidende Phase. Mit Spielen gegen den FC Bayern, auf St. Pauli und gegen Heidenheim steht ein hartes Programm bevor. Thioune lässt sich jedoch nicht entmutigen: "Wir wollen am Wochenende einen Dreier einfahren, das muss unser Ziel sein." Er blickt optimistisch in die Zukunft und will die Mannschaft schnellstmöglich wieder in die Erfolgsspur bringen.

Thioune im blick: seine bisherigen stationen

VereinZeitraum
Fortuna Düsseldorf2019-2020
Hamburger SV2020-2021
VfL Osnabrück2017-2019