Thioune plant: pokal-finale macht werder-zukunftsperspektiven deutlich
Bremen – Daniel Thioune, der Coach von Werder Bremen, hat in einer unerwarteten Offenheit über seine Zukunft und die des Vereins gesprochen. Während der Fokus weiterhin auf dem Verbleib in der Bundesliga liegt, deutet Thioune an, dass er auch über den möglichen Fall einer erfolgreichen Zukunft nachdenkt – eine Zukunft, die Werder Bremen wieder in höhere Sphären führen könnte.
Die pokal-nacht und der blick nach stuttgart
Am Mittwochabend verbrachte Thioune einen ungewöhnlichen Abend vor dem Fernseher, verfolgte den DFB-Pokal-Finaleinzug des kommenden Bundesliga-Gegners, des VfB Stuttgart, und analysierte gleichzeitig ein Pokal-Halbfinale. „Es hilft ja erst mal nicht“, betonte er, „aber ich glaube, alle in Stuttgart werden euphorisiert sein.“ Der VfB, der bereits in der Saison 2022/23 durch die Relegation seine Zugehörigkeit zur Ersten Liga sicherte, hat sich zu einem der Topteams in Deutschland entwickelt – ein Umstand, der Thioune dazu veranlasste, sich Gedanken über eine mögliche Entwicklung für Werder Bremen zu machen.
Der Druck bleibt hoch, obwohl der jüngste Nordderby-Sieg eine gewisse Erleichterung brachte. Thioune wies darauf hin: „Der Druck ist nicht geringer geworden, sondern einfach anhaltend.“

Vertrauen und die jobgarantie von clemens fritz
Nachdem der Saisonstart mit drei Niederlagen auf Kritik gestoßen war, hatte der Sportchef Clemens Fritz Thioune eine Jobgarantie im Falle des Klassenerhalts zugesichert. Der Trainer zeigte sich pragmatisch: „Man redet dann ja immer gerne über Vertrauen, aber es war nicht so, dass ich schon nach drei Spielen das Gefühl hatte, dass man mir das Vertrauen entzieht.“ Er betonte, dass die Werder-Führung ihm signalisiert habe, dass eine positive Entwicklung etwas Zeit benötigen könnte, da der Verein im Sommer bereits von einer schwierigen Saison ausging.

Die vision für die zukunft: mehr als nur der abstiegskampf
Thioune ließ durchblicken, dass er über den bloßen Abstiegskampf hinausdenkt. Er sprach von einer „Riesenmöglichkeit, mir die Chance zu geben, wenn wir unser Ziel erreichen“ und betonte, dass er bereits jetzt über eine „andere Tabellenkonstellation“ nachdenke, in der sich Werder Bremen in Zukunft bewegen könnte. „Ich glaube, dass ich schon eine Idee habe, wie das Ganze funktionieren kann, dass ich auch einen Impact auf das Team habe: inhaltlich wie vielleicht auch menschlich.“
Werder Bremen befindet sich zwar noch in einer angespitzten Lage, aber Thioune scheint zuversichtlich zu sein. „Wir sind im Fortschritt“, erklärte er, und die Worte von Fritz hallen nach: “Aber der Weg ist noch nicht zu Ende.”
