Thiemanns japan-abenteuer beendet: rückkehr in die europäische spitze?

Ein überraschendes Kapitel geht zu Ende: Johannes Thiemann, der Welt- und Europameister, hat seine Zeit bei den Gunma Crane Thunders in Japan offiziell beendet. Nach zwei Jahren im Land der aufgehenden Sonne wendet sich der erfahrene Big Man einer neuen Herausforderung zu – doch wohin zieht es ihn?

Der abschied von ota: emotionale worte des spielers

Thiemann verabschiedete sich über Instagram von seinem japanischen Klub und bedankte sich für die unvergesslichen Erfahrungen. „Ich bin als Spieler und Person gewachsen“, schrieb er, „und habe unglaubliche Menschen kennengelernt.“ Die Entscheidung, Japan zu verlassen, scheint wohlüberlegt, auch wenn er bedauerte, dem Team in der finalen Phase der Saison nicht mehr zur Seite stehen zu können.

Die Saison war für Thiemann von einer Gehirnerschütterung überschattet, die ihn fast drei Monate außer Gefecht setzte. In 36 Spielen zeigte er solide Leistungen mit 11,4 Punkten, 6 Rebounds und 2,7 Assists pro Partie. Sein knapp verpasster Karrierebestwert von 29 Punkten gegen Levanga Hokkaido wurde jäh durch eine erneute Verletzung unterbrochen, die ihm die Teilnahme an den Playoffs verwehrte. Die Thunders mussten sich ohne ihren Leistungsträger im Viertelfinale geschlagen geben.

Die frage der zukunft: bundesliga oder euroleague?

Die frage der zukunft: bundesliga oder euroleague?

Das Paar Thiemann, mit seiner Frau Marie, hat eine Wohnung in Berlin, was eine Rückkehr in die deutsche Hauptstadt wahrscheinlicher macht. Ein Einsatz für sein Ex-Team Alba Berlin ist jedoch unwahrscheinlich, da Thiemann in Japan rund 1 Million Euro pro Saison verdiente – eine Summe, die für die Berliner in der Champions League kaum tragbar wäre. Ein realistischeres Szenario wäre ein Engagement bei Bayern München. Allerdings muss sich der neue Sportchef Thorsten Leibenath zunächst den Kader ausmisten, um Platz für den erfahrenen Nationalspieler zu schaffen.

Thiemanns Vertrag in Japan beinhaltete eine Ausstiegsklausel für die Euroleague, doch zu diesem Zeitpunkt bot sich ihm kein verlockendes Angebot. Ob er nun den Sprung zurück in Europas Spitze wagt oder doch in der Bundesliga landet, bleibt abzuwarten. Seine 110 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft belegen seine Klasse und machen ihn zu einem begehrten Spieler – ein Signal an die europäischen Top-Klubs, dass Johannes Thiemann noch lange nicht am Ende seiner Karriere angelangt ist. Die Basketball-Welt wird gespannt sein, wohin es ihn als Nächstes verschlägt.