Thiaws fehler kostet newcastle den sieg – flick muss zittern
Malick Thiaw stolpert, Hansi Flick atmet auf. In der 96. Minute pfeift Michael Oliver Strafstoß, Lamine Yamal nagelt das Leder unten links ein – 1:1 in St. James‘ Park, und plötzlich steht Barça doch noch mit dem besseren Fuß im Viertelfinale.
Newcastle hatte alles richtig gemacht: Pressing hoch, Tempo, zwei verschossene Großchancen durch Isak und Gordon. Doch die eine Sekunde, in der Thiaw Olmos Hacken berührt, reicht, um 50 000 Kehlen verstummen zu lassen. Die Statistik? 16:7 Torschüsse, 62 % Ballbesitz für die Magpies – und trotzdem rettet Barça mit dem ersten Torschuss nach der Pause noch den Auswärtstreffer.

Flick tauscht gefühl gegen kontrolle
Flick stellte um auf Dreierkette, drückte Gündogan ins Mittelfeld, ließ Pedri links abkippen. Das sollte Sicherheit geben, wurde aber immer lahmer. „Wir wollten hier nicht alles riskieren“, sagte er später, „aber wir haben auch nichts mitgenommen außer dem Punkt.“ Der Plan: Zu Hause den Deckel drauf. Nur: Wer 180 Minuten zittert, kann auch mal ausrutschen.
DFB-Stürmer Nick Woltemade blieb 90 Minuten stumm auf der Bank. Eddie Howe wollte die Führung verwalten, brachte für die letzten zehn Minuten Defensivspieler – und kassierte trotzdem den Gegentreffer. Die Lektion: Wer nur verteidigt, verliert am Ende die Ordnung. Harvey Barnes‘ 87.-Minute-Treffer reichte nicht, weil es kein zweites Mal klingelte.
Am 18. März entscheidet sich im Camp Nou, ob Flicks Barça die Generalprobe bestanden hat oder Newcastle die Sensation perfekt macht. Die Buchmacher sehen die Katalanen vorne – aber das war vor dem Hinspiel auch schon so. Und Thiaw? Er wird sich die Videosequenz noch ein paar Mal ansehen, bevor er wieder auflaufen darf. Ein Fehler, ein Spiel, eine ganze Saison in der Waagschale.
