Theo hernández: von madrid nach saudi-arabien – und zurück zum traum?

Theo Hernández, einst Shootingstar im weißen Trikot des Real Madrid, hat eine überraschende Zwischenstation in Saudi-Arabien absolviert. Doch der Traum vom Weltmeistertitel mit Frankreich und die Sehnsucht nach Europa sind noch lange nicht gestillt. Im exklusiven Gespräch mit MARCA spricht der pfeilschnelle Linksverteidiger über seine Zeit im Wüstenstaat, die Ambitionen für die Zukunft und die mögliche Ära unter Didier Deschamps’ Nachfolger, Zinedine Zidane.

Die saudische erfahrung: mehr als nur geld

Hernández räumt ein: Der Wechsel nach Saudi-Arabien war nicht unbedingt geplant, aber die Erfahrung war alles andere als enttäuschend. „Ich war sehr positiv überrascht“, gesteht er. „Die Leute waren unglaublich freundlich, ich habe mich gut angepasst und meine Familie blüht auf. Das war mir wichtiger als alles andere.“ Die Sorge vor einem Karrierekong, die ihm vor dem Transfer angedeiht war, hat sich als unbegründet erwiesen. Stattdessen genoss er die Herausforderung, sich in einem neuen Umfeld zu beweisen.

Benzema als motivator: der könig des rückhalts

Benzema als motivator: der könig des rückhalts

Die Ankunft von Karim Benzema im selben Verein hat die saudische Liga zusätzlich aufgewertet. Hernández schätzt den erfahrenen Stürmer nicht nur als Teamkollegen, sondern auch als Mentor. „Karim ist ein unglaublicher Mensch und ein Weltklasse-Spieler“, lobt er. „Er gibt uns allen viel Energie und Selbstvertrauen. Ich habe mit ihm in Madrid gespielt, und auch dort war er eine große Bereicherung.“

Die wm-herausforderung: senegal und die konkurrenz

Hernández ist sich bewusst, dass Frankreich als Titelverteidiger und mit einem beeindruckenden Offensivsturm zum Kreis der Top-Favoriten gehört. Doch er warnt davor, sich auf den eigenen Lorbeeren auszuruhen. „Jeder spricht vom besten Angriff der Welt, aber wir müssen uns auf das nächste Spiel konzentrieren – gegen Senegal. Das wird alles andere als einfach.“ Die Konkurrenz innerhalb des französischen Teams ist groß, aber Hernández ist bereit, um seinen Platz zu kämpfen. „Ich will immer spielen, und ich werde alles dafür geben, dass es so ist.“

Zidane und deschamps: zwei legenden, zwei unterschiedliche stile

Die mögliche Ankunft von Zinedine Zidane als Nationaltrainer weckt natürlich große Erwartungen. Hernández erinnert sich gern an die gemeinsame Zeit in Madrid. „Zizou ist ein außergewöhnlicher Mensch und ein brillanter Trainer. Ich habe bei ihm viel gelernt.“ Gleichzeitig betont er seine Wertschätzung für Didier Deschamps, der ihn seit Jahren in der französischen Nationalmannschaft berücksichtigt. „Ich habe eine sehr gute Beziehung zu ihm. Er ist ein großartiger Trainer und eine großartige Persönlichkeit.“

Die bittere vergangenheit: spanien und die unvollendete mission

Die verpasste Chance auf den Titel bei der Europameisterschaft 2020 gegen Spanien sitzt Hernández noch immer in den Knochen. „Das war eine bittere Niederlage“, gesteht er. „Es ist eine offene Wunde, aber ich sehe es als Ansporn, noch härter zu arbeiten.“ Ein mögliches Finale gegen Spanien bei der WM wäre für ihn eine willkommene Gelegenheit, diese Revanche zu nehmen.

Mbappés kritik: ein missverständnis?

Die jüngsten Kritik an Kylian Mbappé im Real Madrid hält Hernández für ungerechtfertigt. „Ich habe einige seiner Spiele gesehen, und ich finde, die Kritik ist übertrieben. Er ist einer der besten Spieler der Welt, und er wird auch im Bernabéu seine Klasse zeigen.“

Hernández blickt optimistisch in die Zukunft. Seine Zeit in Saudi-Arabien hat ihn gestärkt, und er ist bereit, mit Frankreich Geschichte zu schreiben. „Die WM ist das Größte, was ein Spieler erreichen kann. Ich träume davon, den Titel zu holen – und ich werde alles dafür tun, diesen Traum zu verwirklichen.“