Dybala zögert: bleibt der superstar in rom?

Rom – Paulo Dybala, die „Joya“ der AS Roma, hält seine Fans in Atem. Während er sich in seiner argentinischen Heimat auf den Winterflirt mit der Sonne konzentriert, schweben seine berufliche Zukunft und die der Römer in der Schwebe. Ein Urlaub, der mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert.

Ein lächeln, ein versprechen und ein hauch von unsicherheit

Ein lächeln, ein versprechen und ein hauch von unsicherheit

Die Temperaturen in Cordoba sind eisig, doch Paulo Dybala präsentiert sich gelassen, mit einem charmanten Lächeln und einer gewissen Vorwarnung. Sein Statement gegenüber ESPN ließ die Tifosi erzittern: „Ein Vertragsverlängerung? Wir werden sehen, was passiert. Im Moment sind alle Vereine eine Option, sogar Instituto, damit die Leute nicht wütend werden.“ Diese Worte, verbunden mit der Tatsache, dass sein Vertrag am 30. Juni ausläuft, lassen eine ungewisse Zukunft vermuten.

Dybala betonte, aus Respekt gegenüber dem Verein, dass er über seine Zukunft nicht sprechen könne, solange er noch Roma-Spieler sei. Doch das Gerücht, dass er sich einen Wechsel wünscht, hält sich hartnäckig. Der Stürmerstar, der mit seiner Frau Oriana Sabatini und der kleinen Tochter Gia in Argentinien weilt, ließ durchblicken, dass „alles passieren kann“ im Fußballgeschäft. Auch ein Engagement beim Boca Juniors ist – wie er betonte – eine Option, ebenso wie andere.

Gasperini und die Friedkin Group haben fieberhaft an einer Einigung gearbeitet, nachdem Dybala in der letzten Saison mit entscheidenden Toren maßgeblich zum Einzug in die Champions League beigetragen hat. Seine Leistungen sprechen für sich, trotz einiger Verletzungen, die ihn in der Vergangenheit beeinträchtigten. Die Verantwortlichen scheinen den Willen des Spielers, in Rom zu bleiben, zu spüren und haben ihm ihre Wertschätzung deutlich gemacht.

Der Ex-Juventus-Spieler ist bereits abgereist, während sein Agent Novel in ständigem Kontakt mit den Friedkins und nun auch mit dem neuen Sportdirektor D’Amico steht. Doch entscheidende Gespräche sind bisher ausgeblieben, was Dybala frustriert. Er möchte unbedingt in der Champions League spielen und setzt auf eine Fortsetzung seiner Karriere in der ewigen Stadt.

Die Forderung der „Joya“ ist klar: ein Zweijahresvertrag mit einem Gehalt von rund drei Millionen Euro plus Boni. Diese Summe ist für argentinische Klubs derzeit nicht realisierbar, könnte aber türkischen Vereinen durchaus zusagen. Roma hatte zunächst eine Offerte von 2,5 Millionen Euro plus Boni vorgelegt. Die Verhandlungen scheinen daher im Detail festzuhängen. Mit der Verpflichtung von Tony D’Amico als neuem Sportdirektor könnte nun frischer Wind in die Verhandlungen kommen, doch der Frost, der sich in den letzten Monaten aufgebaut hat, muss erst abgebaut werden.

Die Frage, ob Dybala in der kommenden Saison weiterhin das Trikot der AS Roma tragen wird, bleibt vorerst unbeantwortet. Die Fans dürfen hoffen, dass die Verhandlungen bald zu einem positiven Ergebnis führen und der Superstar in Rom bleibt.