Ter stegen wird an barça-wahlurne abgewiesen – laporta bleibt trotzdem

Camp Nou, Sonntagvormittag: Marc-André ter Stegen steht in Trainingskluft vor dem Wahllokal, will abstimmen, wird aber abgewiesen. Der Grund: Sein Name steht nicht auf der Liste. Der verletzte Nationalkeeper, an Girona ausgeliehen, hatte sich eigens zur Präsidentenwahl des FC Barcelona eingefunden – und durfte nicht mal seine Stimme abgeben.

Datenpanne lässt ter stegen vor verschlossener tür stehen

Die spanischen Medien sprechen von „veralteten Mitgliedsdaten“. Ter Stegen, seit 2014 bei Barça und eigentlich bis 2028 gebunden, war offenbar aus dem offiziellen Wählerverzeichnis geflogen. Ein Fehler, der einem Spieler mit 87 Pflichtspielen für Deutschland und einstiger Kapitänsbinde beim Klub passieren darf? Offenbar schon. Er verließ das Stadion, ohne seinen Wahlzettel in die Urne geworfen zu haben.

Parallel lief die Abstimmung auf der Tribüne: Joan Laporta sicherte sich 68,18 % der Stimmen und damit das Amt bis 2031. Für ter Stegen bleibt die Frage, ob er bei Barça überhaupt noch eine Zukunft hat. Sein Wechsel nach Girona im Winter war ein letzter Versuch, Spielzeit zu sammeln und sich für Julian Nagelsmanns WM-Kader zu empfehlen. Doch die Oberschenkel-Operation stoppte diese Pläne abrupt.

Nagelsmann lässt die tür einen spalt offen – aber nur einen

Nagelsmann lässt die tür einen spalt offen – aber nur einen

Der Bundestrainer sprach von „Respekt vor Marc“, doch die Einschätzung war klar: „Es muss sinnhaft sein, für ihn und uns.“ Aktuell sieht es „nicht rosig aus“. Ter Stegen liegt auf der Rehabilitationsliege, während seine Mitspieler in Barcelona über die Zukunft abstimmen – und er nicht mal dabei sein darf.

Für einen Spieler, der einst die Barça-Tore bewachte und nun nicht mal mehr die Wahltür passiert, ist das ein symbolischer Tiefpunkt. Die Machtfrage im Klub ist geklärt, seine eigene Zukunft weiter offen. Und die WM rückt näher – ohne ihn.