Tenerife kämpft tapfer, verliert aber knapp gegen barcelona

Die Jornada der Liga Endesa sah ein spannendes Duell zwischen La Laguna Tenerife und Barcelona, das die Katalanen am Ende knapp mit 97:89 für sich entscheiden konnten. Trotz der Niederlage ließ Trainer Txus Vidorreta seine Mannschaft loben, die sich trotz des Rückstands einen hart umkämpften Sieg im direkten Vergleich sicherte – zumindest in den Augen des Trainers.

Vidorretas ungewöhnliche zufriedenheit

Nach dem Spiel äußerte Vidorreta überraschend seine „große Zufriedenheit“ mit dem Spiel seiner Mannschaft. Er betonte, dass sein Team in der regulären Spielzeit 75:77 Punkte erzielt habe, was mehr sei als Barcelona. Diese Aussage löste sofort Fragen aus, da sie die Berücksichtigung der Freiwürfe ausblendete. Der Trainer wurde im Verlauf des Spiels zudem wegen Protesten des Feldes verwiesen, was die Situation zusätzlich verkomplizierte.

Vidorreta analysierte, dass es für seine Mannschaft schwieriger sei, wenn das Spiel ausgeglichen ist. „Wenn wir im Rückstand waren, gab es mehr Möglichkeiten für uns“, so der Coach. Er räumte ein, dass ein Sieg in der Palau Blaugrana-Arena ohne eine „überwältigende Mehrheit“ fast unmöglich sei. Die erste Halbzeit sei von vergebenen Chancen geprägt gewesen, die es seiner Mannschaft schwer machten, mitzuhalten. Nach der Pause zeigte Tenerife jedoch eine „sehr positive Reaktion“ mit einem „sensationalen dritten und insbesondere vierten Viertel“.

Schlimmer start und verpasste chancen

Schlimmer start und verpasste chancen

Ein früher Fehlwurf von Huertas, der als „klare Spielsituation“ gewertet wurde, und die schnelle Vergabe von fünf Fouls gegen seine Mannschaft im letzten Viertel hätten das Spiel entscheidend beeinflusst. Vidorreta äußerte zudem seine Besorgnis über die Verletzung von Guerra, der bereits angeschlagen ins Spiel gegangen war und nun eine ungewisse Zukunft hat. „Wir sind sehr besorgt. Wir wissen nicht, wie sich seine Verletzung entwickeln wird“, erklärte der Trainer.

Ein weiteres Problem sei der fehlende Center. Vidorreta betonte, dass es „unglaublich“ sei, auf solchem Niveau ohne PIVOTS anzutreten. Der Reboundvorteil für Barcelona sei daher „unausweichlich“. „Es ist klar, dass wir den Rebound verlieren werden. Wir müssen dies mit anderen Aspekten des Spiels kompensieren“, so Vidorreta. Er kritisierte, dass Spieler wie Fall, mit einer Größe von 2,20 Meter, in dieser Liga oft nicht so hart bestraft werden wie andere, was ihm den entscheidenden Vorteil verschafft.

Trotz der Niederlage zeigte Tenerife Charakter und kämpfte bis zum Schluss. Die Frage ist nun, ob die Verletzungen und die knappe Niederlage die Chancen auf den Einzug ins Finale nachhaltig beschädigen werden.