Rom führt zu 38 neuen blitzern in rom: was autofahrer erwartet
Rom wird sich ab dem 30. Juli deutlich schneller bewegen – oder zumindest hofft es die Stadtverwaltung. Denn dann werden 38 neue Photored-Blitzer an 15 besonders gefährlichen Kreuzungen aktiviert. Wer hier zu lange auf das Rotlicht schaut, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.
Mehr sicherheit oder nur kassenfüller?
Die Stadtverwaltung argumentiert, dass die neuen Blitzer nicht dazu dienen, die Stadtkasse aufzubessern, sondern die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Verkehrsstadtrat Eugenio Patanè betonte, dass die Installation an Kreuzungen mit besonders langen Überquerungszeiten erfolgte, um das Risiko von Unfällen zu minimieren. Die bisherigen 11 Blitzer haben bereits nachweislich zu einer Reduktion der Unfälle geführt – das ist das einzige, was zählt, so Patanè.
Doch die Maßnahme ist nicht unumstritten. Kritiker weisen darauf hin, dass die erhöhte Blitzerdichte zu einer Verunsicherung der Fahrer führen könnte und die eigentlichen Ursachen für die hohe Unfallrate – beispielsweise mangelnde Infrastruktur oder unzureichende Verkehrsschulungen – nicht angegangen werden. Aber eines ist klar: Wer jetzt leichtsinnig auf das Rotlicht schaltet, muss mit den Konsequenzen leben.

So funktionieren die neuen blitzer und was kostet es?
Die Photored-Systeme der neuesten Generation, vom Hersteller Italtraff, arbeiten ohne Induktionsschleifen im Asphalt und ohne Präsenz von Beamten vor Ort. Ein hochauflösendes Kamerasystem (24,2 Megapixel mit Weißlichtblitz) erfasst bei Rotlichtverstoß zwei Bilder: eines an der Haltelinie, eines im Kreuzungsmittelpunkt. Zusätzlich wird ein 15-sekündiges Video aufgezeichnet, das den Verstoß dokumentiert. Die Technologie ist auch nachts zuverlässig und kann Kennzeichen bis zu 30 Meter Entfernung erfassen.
Die Strafen sind empfindlich: Wer beim Rotlicht erwischt wird, muss mit einem Bußgeld zwischen 167 und 665 Euro rechnen und verliert sechs Punkte in der Flensburg-Datei (12 Punkte für Fahranfänger). Die Stadtverwaltung hat bereits eine Informationskampagne gestartet, um die Bevölkerung auf die neuen Blitzer aufmerksam zu machen und zu einem sichereren Fahrverhalten zu motivieren.
Wo die neuen blitzer stehen
Die 38 neuen Blitzer verteilen sich auf folgende 15 Kreuzungen in Rom:
- via Nomentana-viale Regina Margherita
- via Cristoforo Colombo-via Laurentina
- via Nomentana-Corso Trieste
- via Cristoforo Colombo-via di Malafede
- via Prenestina-via Tor De Schiavi
- via Casilina-viale Palmiro Togliatti
- via Cristoforo Colombo-Circonvallazione Ostiense
- via Prenestina-largo Preneste
- via Portuense-via del Trullo
- via Appia Nuova-via delle Capannelle
- viale Palmiro Togliatti-viale dei Romanisti
- via di Boccea-via di Torrevecchia
- via Cristoforo Colombo-via del Canale della Lingua
- via Cristoforo Colombo-via di Acilia
- via Cristoforo Colombo-via Pindaro
- viale Marconi-piazzale Tommaso Edison
- via Tuscolana-via Palmiro Togliatti
- via Tuscolana-via dell’Arco di Travertino
- via Prenestina-via Palmiro Togliatti
- via Palmiro Togliatti-via Quinto Publicio
- via Gregorio VII-piazza Pio XI
- via Leone XIII-piazza Pio XI
- Circonvallazione Gianicolense-viale dei Colli Portuensi
- Piazza delle Cinque Giornate-Ponte Matteotti
- Piazzale Clodio-viale Mazzini
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die erhöhte Blitzerdichte tatsächlich zu einer spürbaren Verbesserung der Verkehrssicherheit in Rom führt. Fest steht: Wer sich nicht an die Verkehrsregeln hält, muss nun mit einem deutlich höheren Risiko rechnen.
