Taylor schießt lazio zum sieg – bologna nur mit castro auf der höhe
Der Brite Aaron Taylor traf zweimal und war damit der Mann des Tages im Olympico. Seine Doppelschalte besiegelten eine 2:0-Führung, die Bologna trotz aller Bemühungen nicht mehr aufholte. Nur Castro bewahrte den rossoblù vor der totalen Blamage.

Castro rettet die fassung – bologna kassiert die nächste niederlage
Die Gäste begannen engagiert, doch schon nach zwölf Minuten schlug der erste Taylor-Hammer ein. Ein halbherzig gestelltes Pressing der Emilianer erlaubte dem Mittelfeldspieler den Abschluss aus 18 Metern, keine Chance für Skorupski. Die Antwort von Michelangelo Spagnuola fiel noch vor der Pause, aber sein Schuss landerte am Außennetz.
Nach dem Seitenwechsel drehte Maurizio Sarri an der Schraube: höheres Tempo, engere Räume. Taylor nutzte den freien Raum erneut, als er nach einem schnellen Gegenstoß den Ball trocken ins lange Eck setzte. Die Kurve tobte, Bolognas Bank verharrte in Starre. Nur Castro zeigte sich unbeeindruckt: Der Chilene eroberte in der 67. Minute den Ball, spielte einen Doppelpass mit Sansone und nagelte das 1:2 unter die Latte. Plötzlich war die Partie wieder offen.
Doch mehr gelang nicht. Lazio verwaltete die Führung, Bologna rannte an. Thiago Motta stellte um auf Dreierkette, brachte Orsolini und Barrow, doch die letzte Schärfe fehlte. Als Schiri Marinelli die Partie beendete, blieb den Verlierern nur der Blick auf die Tabelle: Bologna rutscht auf Platz acht, die Champions-League-Ränge sind zwei Punkte entfernt.
Die Zahlen sind vernichtend: Bologna kassierte in den letzten fünf Auswärtsspielen zwölf Gegentore, erzielte nur drei Treffer. Lazio feierte unterdessen den dritten Sieg in Serie und festigte Rang drei. Für Taylor war es das dritte und vierte Saisontor – mehr als seine vergangenen drei Spielzeiten zusammen. Der 25-Jährige hatte sich nach dem Abpfiff nur ein Ziel: „Wir wollen oben bleiben, bis die Meisterschaft entschieden ist.“
Am Sonntag erwartet Bologna bereits die nächste Zitterpartie: Juventus kommt in die Dall’Ara. Lazio reist nach Verona. Werden die biancocelesti auch dort die Nerven behalten, rückt das internationale Geschäft in greifbare Nähe. Für Bologna bleibt die Erkenntnis, dass ein einzelner Castro eben nicht reicht, wenn die Defensive zweimal einschläft.
