Tatum nach achillesdrama zurück: celtics-star droht gegen dallas
Knapp zehn Monate nach seinem Achillessehnenriss bahnt sich Jayson Tatum sein spektakuläres Comeback an. Der Superstar der Boston Celtics rückt vor dem Topspiel gegen Dallas von „out“ auf „questionable“ – und sprengt damit die Krankenliste der Titelverteidiger.

Der flügelspieler wurde am freitagabend erstmals wieder ins mannschaftstravel aufgenommen
Kein Spieler, kein Coach, kein Physio wagte bislang eine Prognose. Jetzt liegt der 26-Jährige plötzlich im Kader, und die Bank der Celtics bebt. Die Verletzung, erlitten im Mai in Spiel vier der Eastern-Conference-Halbfinals gegen New York, galt als Saison- oder zumindest als Playoff-Killer. Stattdessen könnte Tatum am Samstagnacht in die Halle von American Airlines Center stolzieren – mit frischem Tape und einer Mission.
Reha-Alltag hieß für ihn: morgens Aquajogging, mittags Gewichte, abends mentaler Drahtseilakt. „Erschöpfend“ nannte er den Prozess im September, als er in der NBC-Sendung „Today“ seine Unterschrift unter die These setzte, noch in dieser Spielzeit zurückzukehren. Viele lachten. Die Celtics lachten nicht, sie notierten.
Denn Boston läuft auch ohne ihn heiß. Jaylen Brown führt das MVP-Rennen an, die Defense frisst Gegner, und die Tabelle zeigt Platz zwei im Osten. Die Frage lautet nicht mehr, ob die Celtics Tatum brauchen, sondern: wie viel Brandbeschleuniger verträgt ein bereits loderndes Feuer?
Coach Joe Mazzulla wird kurzfristig entscheiden, ob er seinen All-Star direkt in ein Duell mit Luka Dončić und Kyrie Irving wirft oder die Minuten zunächst drosselt. Tatum selbst schwieg nach der Landung in Texas – keine Social-Media-Storys, keine Interviewwünsche. Er schaue nur, sagte ein Teamspreler, „wie ein Boxer, der vor dem Gong noch einmal durch die Seile blickt“.
Fakt ist: Sollte er auflaufen, wäre das der schnellste Comeback-Zeitplan nach einem Achillesriss in der modernen NBA-Geschichte. Die Liga notiert alle Rekorde, aber diesen würde niemand in einem Excel-Sheet finden – nur in den Knien von Tatum und den Herzen der Celtics-Fans.
