Tatjana maria scheitert erneut – fünftes erstrunden-aus in folge
Indian Wells, 4. März 2026. Tatjana Maria sucht ihre Form – und findet sie einfach nicht. Die 38-Jährige aus Bad Saulgau verlor beim WTA-1000-Turnier in Indian Wells gegen die Rumänin Sorana Cirstea mit 4:6, 6:4, 3:6. Knapp zwei Stunden Kampf, und am Ende wieder nichts. Es war das fünfte Erstrunden-Aus in Folge bei einem WTA-Wettbewerb.
Eine bilanz, die wehtut
Man muss die Zahlen nicht schönreden: Seit Jahresbeginn hat Maria genau zwei Siege eingefahren – in Hobart im Januar und beim Challenger-Turnier in Manila. Kein einziges Mal kam sie über die zweite Runde hinaus. Weder in Australien noch auf den Philippinen. Und bei den Australian Open war nach einer enttäuschenden Leistung in der ersten Runde Schluss.
Das Bild, das die einstige Wimbledonfinalistin derzeit abgibt, ist schwer zu ignorieren. Eine Spielerin, die 2022 das Halbfinale in Wimbledon erreichte und die Tennis-Welt in Staunen versetzte, kämpft heute darum, überhaupt in Turnieren Fuß zu fassen. Der zweite Satz gegen Cirstea – gewonnen mit 6:4 – zeigte kurz, dass die alte Maria noch irgendwo da drin steckt. Doch der dritte Satz war brutal ehrlich.

Der abstand zur weltspitze wächst
Mit 38 Jahren auf der Tour zu bestehen, ist keine Selbstverständlichkeit. Maria hat das längst bewiesen – ihre Karriere ist eine Geschichte aus Hartnäckigkeit und Leidenschaft. Aber die aktuelle Formkurve zeigt steil nach unten, und fünf Erstrunden-Niederlagen in Serie sind kein Zufall mehr. Das ist ein Muster. Die Frage, wie lange sie diesen Kampf noch führen kann und will, stellt sich leise – aber sie stellt sich.
Cirstea dagegen zeigte in Indian Wells eine konzentrierte Leistung und nutzte jede Schwäche ihrer Gegnerin konsequent aus. Für Maria geht die Suche nach Stabilität weiter. Die Saison ist noch jung, das stimmt. Aber die Zeit läuft – und sie läuft schneller, je älter man wird.
