Synchronisiertes team begeistert: mehr als nur medaillen!

Die spanische Nationalmannschaft im Synchronschwimmen unter der Leitung von Andrea Fuentes schreibt eine neue Erfolgsgeschichte – und zwar jenseits der ersehnten Medaillen. Fuentes und ihr Team setzen auf eine Mission, die das Publikum emotional berührt und neue Fans für diesen oft unterschätzten Sport gewinnt.

Ein sport für alle: inspiration statt reine wettkampfpräsentation

Ein sport für alle: inspiration statt reine wettkampfpräsentation

Während die Medaillen natürlich eine schöne Belohnung sind, betont Fuentes, dass das eigentliche Ziel weit über den sportlichen Erfolg hinausgeht. „Wir wollen Barrieren überwinden, Menschen begeistern – selbst diejenigen, die sonst keinerlei Interesse an Synchronschwimmen haben“, erklärt die Bundestrainerin. Ihre Vision: Der Sport soll für jeden zugänglich und inspirierend sein, „sogar für den Händler, der Hüte verkauft.“

Aktuell bereitet sich das spanische Team in Las Palmas de Gran Canaria auf die spanischen Meisterschaften in den Jugend- und Erwachsenenklassen vor, bei denen über 500 talentierte Schwimmerinnen an den Start gehen. Doch neben den Wettkämpfen steht die Vermittlungsarbeit im Vordergrund. Die Weltklasse-Athletinnen und -Athleten, darunter die vielfach ausgezeichneten Iris Tió und Dennis González, nehmen nicht nur selbst an den Meisterschaften teil, sondern engagieren sich auch aktiv in der Nachwuchsförderung.

Besonders hervorzuheben ist Dennis González, dessen Erfolg und Charisma dazu beitragen, Stereotypen aufzubrechen und auch Jungen den Zugang zum Synchronschwimmen zu erleichtern – ein Sport, der ab den Olympischen Spielen in Paris 2024 gemischt sein wird. Fuentes sieht in ihm ein Vorbild: „Jedes Mal, wenn ein Kind Dennis sieht und sagt: 'Ich will auch so sein!', ist das ein Gewinn für unseren Sport – auch wenn es uns keinen direkten Vorteil bringt.“

Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch des CN Metropole, wo die jungen Schwimmerinnen der Altersgruppe 8 bis 15 Jahren die Möglichkeit hatten, ihren Idolen bei der Arbeit zuzusehen und sogar gemeinsam zu trainieren. Fuentes erinnert sich: „Solche Erlebnisse sind entscheidend für die Entwicklung junger Sportlerinnen. Viele von uns haben als Mädchen Gemma Mengual schwimmen sehen und waren sofort begeistert. Diese Momente prägen ein Leben lang.“

Die aktuelle Mission des spanischen Synchronschwimmteams geht also weit über die sportliche Leistung hinaus. Es ist eine Investition in die Zukunft des Sports, eine Botschaft der Inspiration und ein Beweis dafür, dass Sport Menschen verbindet und Freude bereitet. Fuentes hat mit ihrer Strategie bewiesen, dass der wahre Erfolg nicht nur im Medaillenspiegel, sondern in der Begeisterung der Menschen liegt, die den Sport entdecken.