Svww bleibt torlos in münchen: der punkt rettet die saison nicht
Null Tore, null Siege, null Aufstiegsträume. Der SV Wehen Wiesbaden fuhr beim TSV 1860 München ein 0:0 ein und verpasste den Sprung auf Platz sieben. Jetzt trennen die Hessen vier Zähler vom Relegationsrang – ein Abstand, der in der Heimpartie gegen Rostock in acht Tagen schon wieder schmerzen kann.
Latte statt läufer – gözüsirin trifft nur das aluminium
Die 15.000 in der Grünwalder Straße sahen 90 Minuten Kampf, aber kein Tor. Tarik Gözüsirin hatte die Riesenchance: Sein Schlenzer aus 14 Metern zischte in der 69. Minute an die Unterkante der Latte, prallte zurück aufs Feld – und mit ihm die Hoffnung der Gäste auf den Auswärtssieg. Davor schon hatte SVWW-Keeper Janis Brdar einen Volland-Kopfball aus kurzer Distanz entschärft. Danach war Dähne im Münchner Kasten gefordert, als Kaya frei auftauchte. Doch der Ball rollte am Pfosten vorbei.
Die Statistik spricht Bände: Nur drei Torschüsse auf dem Kasten, dafür zwölf Fouls in der ersten Halbzeit. Beide Teams spielten mit der Handbremse, beide wollten nicht verlieren. Das Resultat: ein Punkt, der keinem wirklich nützt. Für 1860 bedeutet Platz neun den dritten Spieltag in Folge ohne Dreier, für Wiesbaden bleibt die Angst vor der Abstiegszone.

Nächster gegner kommt mit rückenwind
Während die Löwen nach Halle reisen, empfängt der SVWW am 31. Spieltag den Tabellensechsten Rostock. Die Hanseaten gewannen zuletzt dreimal in Serie und haben die Defensive der Liga mit nur 24 Gegentoren. Trainer Nils Döring muss nun seine Offensive neu justieren: Ohne zündende Ideen wird der Abstand nach oben größer, nicht kleiner.
Die Fans auf der Nordtribüne sangen bis zur Schlussphalse, doch am Ende blieb nur ein gegenseitiges Schulterklopfen. Die Saison ist noch lang, aber die Uhr tickt. Wer jetzt nicht trifft, trifft später vielleicht gar nichts mehr.
