Sv todesfelde steigt in die handball-bundesliga auf

Ein Dorf mit 800 Einwohnern, eine Halle für 180 Zuschauer, ein Abteilungsleiter der ehrenamtlich nach Feierabend arbeitet – und jetzt Bundesliga. Der SV Todesfelde schreibt gerade eine der verrücktesten Aufstiegsgeschichten, die der deutsche Frauenhandball je gesehen hat.

Meister der 3. liga nord – und kein einziger punktverlust

Die Zahlen sind schlicht brutal: 34:0 Punkte in der laufenden Drittligasaison, beide Duelle gegen den ärgsten Verfolger SV Grün-Weiß Schwerin gewonnen, Meisterschaft bereits eingetütet. Schon im Vorjahr, als Aufsteiger aus der Regionalliga Nord, kassierte man genau eine einzige Niederlage – am vorletzten Spieltag bei der HSG Eider Harde. Seitdem läuft die Maschinerie aus dem Kreis Segeberg wie geölt.

150.000 Euro in sieben wochen – das crowdfunding, das alles veränderte

150.000 Euro in sieben wochen – das crowdfunding, das alles veränderte

Sportlich war die Sache klar. Aber Bundesliga kostet Geld, und davon hatte Todesfelde keines. Der bisherige Etat: 75.000 Euro. Abteilungsleiter Florian Haupt, der seinen Job komplett ohne Bezahlung macht, hatte eine unorthodoxe Idee. „Ich habe vielen Fans Listen mit potenziellen Sponsoren in die Hand gedrückt