Suter attackiert: schweizerin schraubt sich mit podest in val di fassa in top-form
Corinne Suter jagt mit Tempo 120 durch die Steilhänge von Val di Fassa – und landet auf dem Podest. Die 29-Jährige holt in der zweiten Abfahrt Platz drei, ihr bestes Saisonergebnis. Doch statt zu feiern, stemmt sie schon den nächsten Angriff auf die Konkurrenz.

Der mittelteil war suters schlüssel
„Ich habe dort nichts verschenkt“, sagt sie mit funkelnden Augen. Zwischen den Zwischensprints Ciaslat und Sass Becè legt sie die Basis für 1:57,24 Minuten. Der letzte Abschnitt? „Nicht perfekt, aber egal.“ Die Selbstkritik bleibt, weil sie weiß: An der Spitze reicht jeder Zehntel-Fehler, um abzustürzen.
Die Speed-Queen der Schweiz hatte sich nach ihrer Kreuzband-Pause lange nach dem richtigen Gefühl gesucht. Jetzt fährt sie wieder Ski – statt von den Skis gefahren zu werden. Das Material gehorcht, die Linie sitzt, das Selbstvertrauen kehrt zurück. „Ich spüre den Druck, aber ich kann ihn steuern“, sagt sie. Das ist kein Spruch, sondern Programm.
Hinter ihr jubeln die Italienerinnen, vor ihr feiert die Konkurrentin Laura Pirovano. Die Stimmung am Start kocht, als Pirovano Bestzeit reißt. Suter lacht: „So etwas habe ich noch nie erlebt. Es ist mega, mega schön, wenn alle füreinander anfeuern.“ Der Applaus gilt auch ihr – und weckt den Ehrgeiz für Lake Louise und St. Moritz.
Mit 480 Punkten rückt sie in der Abfahrtswertung auf Rang fünf vor. Die Saison ist noch lang, die WM in Saalbach steht im Februar an. Suter spürt: Der Turbo sitzt. Nächstes Ziel: ganz oben. Denn wer in Val di Fassa Gas gibt, der träumt auch von Gold.
