Supercup-finale in salzburg: festspiele und fußball vereinen sich!
Salzburg bereitet sich auf ein Ereignis der Superlative vor: Am 12. August 2026 wird die Red Bull Arena zum Austragungsort des UEFA Supercups, mitten in die traditionsreiche Salzburger Festspielzeit. Eine Kombination, die für Begeisterung sorgt, aber auch Herausforderungen mit sich bringt.
Ein fest für die stadt und die fans
Die Organisatoren sehen in der Ausrichtung des Supercup-Finales eine enorme Chance, Salzburg als internationale Sportmetropole zu präsentieren. Die Erwartungen sind hoch, denn das Spiel wird live in über 100 Länder übertragen und potenziell 50 bis 80 Millionen Zuschauer erreichen. Der Werbewert für die Stadt und das Land ist „nicht bezahlbar“, wie Landeshauptfrau Karoline Edtstadler betonte – ein Echo der Umsätze, die beispielsweise das Europa-League-Finale 2024 in Dublin mit rund 17 Millionen Euro generierte.
Um den erwarteten Besucherstrom zu bewältigen, werden am 11. und 12. August Fan-Zonen am Residenzplatz eingerichtet. Dort erwartet die Fans ein abwechslungsreiches Kulturprogramm, Soccer-Plätze und natürlich zahlreiche Food-Trucks. Zusätzlich sollen zwei zentrale Treffpunkte am Kapitelplatz und im Volksgarten als Anlaufstellen für die Anhänger der beiden Finalisten dienen, um den Weg zur Red Bull Arena zu erleichtern und zu organisieren.
Stephan Reiter, Geschäftsführer von Red Bull Salzburg, betonte, dass man sich bewusst mit den Festspielen abgestimmt hat, um eine Kollision mit den Festival-Highlights zu vermeiden. „Die Salzburger Festspiele haben Rücksicht auf das Finale genommen. Es finden zeitgleich keine Festival-Highlights statt“, so Reiter bei einer Pressekonferenz. Er räumte jedoch ein, dass er durchaus mit einer angespannten Hotelsituation rechnet.

Herausforderungen und chancen für salzburg
Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) sprach ebenfalls von einer Herausforderung, betonte aber gleichzeitig die Bereicherung für die Stadt. „Es braucht Sport-Großevents, um Jugendliche und Kinder zum Sport zu führen“, so Auinger. Ein Sicherheits- und Verkehrskonzept soll für einen geordneten Ablauf der Veranstaltung sorgen, wie Landeshauptfrau Edtstadler unterstrich, die die Veranstaltung als „Fest für die Bevölkerung“ mit nachhaltigem Nutzen bezeichnete.
Die Kosten für Stadt und Land belaufen sich jeweils auf 200.000 Euro – ein geringer Anteil im Vergleich zu den Summen, die andere Finalstädte in der Vergangenheit eingenommen haben. Für die Veranstaltung wird ein eigens kreiertes Logo mit der Festung Hohensalzburg als Wahrzeichen gestaltet.
Obwohl noch unklar ist, welche Mannschaften das Finale bestreiten werden – die Europa-League- und Champions-League-Sieger werden am 20. bzw. am 30. Mai ermittelt – rechnet Reiter nicht mit „Problemfans“. „Supercup-Finale sind eher dazu da, die neue internationale Saison einzuleiten. Es sind Spiele, die emotional nicht so stark besetzt sind wie vielleicht ein Champions-League-Finale.“
Die UEFA vergibt Supercuppartien gerne an kleinere Stadien abseits der großen Metropolen. Die Trophäe, 58 Zentimeter hoch und 12,2 Kilogramm schwer, wird dem Siegerclub überreicht, der zudem das Recht erhält, eine Replik anfertigen zu lassen, die jedoch die Abmessungen des Originals nicht wesentlich überschreiten darf.
Mit dem Supercup-Finale in Salzburg kehrt ein großes europäisches Klubfußballereignis nach Österreich zurück – zum siebten Mal überhaupt und zum ersten Mal in die Red Bull Arena, die bisher von den großen Stadien in Wien übersehen wurde. Die Vorfreude auf ein unvergessliches Sportereignis in der Salzburger Altstadt ist groß.
