Sumann will eder als schießguru für den ösv – ein coup?
Ein Erdbeben im österreichischen Biathlon? Christoph Sumann, der Chef der Disziplin, jagt den ehemaligen Weltklasse-Schützen Simon Eder mit der überraschenden Idee, ihn als Schießtrainer für den ÖSV zu gewinnen. Die Verhandlungen laufen bereits, wie Sumann gegenüber „Laola1“ verriet – ein Schachzug, der die Konkurrenz erzittern lässt.

Eder: der schieß-revolutionär im ruhestand
Simon Eder hat gerade erst seine Karriere beendet, doch seine Leistungen sprechen Bände. Mit einer Trefferquote von 90,38 Prozent im letzten Weltcup-Winter war er – trotz seines Alters von 43 Jahren – einer der präzisesten Schützen im Feld. Nur Sturla Holm Lägreid, Johan-Olav Botn und Dmitri Schamaev waren noch etwas besser, aber Eder gehört seit Jahren zu den absoluten Crème de la Crème. Seine Innovationskraft im Schießsport ist legendär, eine Technik, die er stetig weiterentwickelte und perfektionierte.
“Wenn man die Chance hat, jemanden, der das Schießen revolutioniert hat, als Trainer zu gewinnen, dann darf man sich diese nicht entgehen lassen”, so Sumann über seine Bemühungen. Er weiß, dass Eder nicht nur ein exzellenter Schütze, sondern auch ein unermüdlicher Tüftler war. Eine Perspektive, die dem österreichischen Team enorm zugutekommen könnte.
Die Trainerfrage beim ÖSV ist ohnehin im Umbruch. Ob Ludwig Gredler auch in der kommenden Saison als Männer-Cheftrainer tätig sein wird, ist noch offen. Eine Entscheidung soll nach Ostern fallen, sodass die Verpflichtung Eder’s möglicherweise Teil einer größeren Umstrukturierung sein könnte.
Doch es gibt auch andere Aspekte zu bedenken. Eder hat in der Vergangenheit immer wieder seine Vorliebe für die Eigenentwicklung betont. Wird er sich mit den bestehenden Strukturen des ÖSV vereinbaren lassen? Oder wird sein Einfluss auf die Trainingsmethoden zu Konflikten führen?
Die Verpflichtung von Simon Eder als Schießtrainer wäre ein klares Signal an die internationale Konkurrenz: Der österreichische Biathlon will wieder an die Weltspitze. Und mit einem Mann, der das Schießen selbst neu definiert hat, könnte dieser Schritt gelingen. Aber es bleibt abzuwarten, ob Eder bereit ist, seine Expertise an die nächste Generation weiterzugeben – und ob er dabei seine eigene, unkonventionelle Art und Weise beibehalten kann.
