Süle-aus bei bvb: hamann zerfetzt mega-flop – 108 spiele, null glanz
„Süle war eine einzige Enttäuschung.“ Dietmar Hamanns Satz knallt am Samstag durch die Sky-Box, bevor die Bilder vom letzten Dortmunder Heimspiel überhaupt übertragen werden. Die Prognose ist gnadenlos, die Bilanz längst besiegelt: Nach vier Jahren verlässt Niklas Süle Borussia Dortmund – ablösefrei gekommen, mit 15 Millionen Gehalt kumuliert, ohne Titel und ohne Profil.
Top-gehalt, null impact: die nüchterne zahlen
108 Pflichtspiele seit 2022 klingen nach Stammpersonal. Doch der Blick auf die Details frisst die Statistik. 28 Liga-Einsätze in der Saison 2022/23, 23 dazu in dieser – kein einziger über 90 Minuten, keine Leitwolf-Funktion, keine Champions-League-Nacht, in der er den Laden zusammenhielt. Stattdessen: Adduktoren, Syndesmose, Rippenblockade, immer wieder Individualtraining statt Teamcentern. Die sportliche Leitung rechnete intern mit 60 Prozent Verfügbarkeit, kam auf 48. Der Vertrag lief ursprünglich bis 2026, doch die Ausstiegsklausel für 2025 zog den Stecker früher.
Hamann, der mit 70 Bundesliga-Toren und 59 Länderspielen selbst Innenverteidiger war, spart nicht mit Details: „Er kam als Lösung vom Rekordmeister – und wurde zur Fragestellung. Bei Ballgewinn erschreckend statisch, bei Tempogegenstoß ein Sicherheitsrisiko.“ Die Fans sangen ihm 2023 in der Südtribüne sogar ein eigenes Lied, doch die Strophen verklangen sich, als Edin Terzić ihn im Pokal bei 2:2 in Heidenheim nach 26 Minuten runternahm.

Kein markt, kein verein, kein plan b
Wohin jetzt? Die große Serie fehlt. In England schaut keiner mehr über den Kanal, Spanien setzt auf jüngere Modelle, Turin hat mit Kalulu und Gatti schon doppelt gedeckt. Die Türkei? Zu hohe Gehaltsvorstellung. MLS? Kein Interesse des Spielers. Sules Berater pflegte Kontakt nach Stuttgart, doch die Schwaben bauen Stenzel und Zagadou um. Bleibt der Abstieg in die 2. Liga oder ein halbjährliches Strohfeuer à la Matts Hummels-Revival.
Beim BVB flattert bereits die Nachfolge-Liste. Waldemar Anton von Stuttgart, Rodrigo Becão aus Istanbul, Antonio Silva aus Lissabon – alles Namen, die teurer, aber auch gesicherter sind. Die sportliche Führung will nach der Trennung von Süle und Mats Hummels endgültig umkrempeln: schneller, robuster, lernbereit. Ein Satz, der auf Süle nie ganz zutraf.
Für ihn bleibt ein Gehalt von 180 000 Euro pro Woche bis Juni, dann Stille. Vier Jahre, 108 Spiele, null Titel – und eine Ansage, die hängenbleibt: „Süle war eine einzige Enttäuschung.“ Mehr muss man dazu nicht sagen. Der BVB hat schon weggeschaut, Hamann auch.
