Suhl auf titelkurs: can die volleyball-sensation das double schaffen?

Suhl – Ein Märchen schreibt sich gerade in Thüringen: Der VfB Suhl Lotto Thüringen steht im Halbfinale der Volleyball-Bundesliga und träumt vom historischen Double. Nach dem überraschenden Gewinn des Pokals im März wollen die Spielerinnen nun auch die Meisterschaft erobern – und das gegen den Rekordmeister SSC Palmberg Schwerin!

Die wende in mannheim: der sieg, der alles veränderte

Der Sieg über den amtierenden Meister MTV Stuttgart vor 12.000 Zuschauern in Mannheim war mehr als nur ein Erfolgserlebnis. Er war der Startschuss für eine Saison, die Suhl nun in die Geschichtsbücher schreiben könnte. Mit diesem Rückenwind geht es ins Halbfinale, wo die Mannschaft um Trainerin Tache wohl die größte Herausforderung ihrer Karriere erwartet.

Die amerikanische verstärkung: mackenzie foley – mehr als nur eine spielerin

Die amerikanische verstärkung: mackenzie foley – mehr als nur eine spielerin

Ein Schlüssel zum Erfolg des VfB ist zweifellos die amerikanische Außenangreiferin Mackenzie Foley. Die 24-Jährige, die vom St. Cloud State University in Minnesota kam, hat sich in ihrer ersten Saison in Deutschland blitzschnell als Leistungsträgerin etabliert. Ligaweit zählt sie zu den stärksten Spielerinnen auf ihrer Position. Ihre Anpassung an das Leben in Europa verlief zwar nicht ohne Herausforderungen – „Die größte Umstellung war definitiv die Distanz zu meiner Familie“ – doch sie hat persönlich gewachsen und sich als unabhängiger Spielerinnen bewiesen. Und wer sie auf dem Volleyballplatz sieht, glaubt nicht, dass sie von der weiten Heimat stammt.

Neben dem Volleyballgenuss hat Foley auch in Deutschland ihre Leidenschaft für den Country-Lifestyle gefunden. Nach ihrem Oktoberfest-Besuch im Dirndl verrät sie: „Ich habe hier Ersatz gefunden.“

Die ausgangslage: ausgeglichen, aber suhl hat das heimrecht

Die ausgangslage: ausgeglichen, aber suhl hat das heimrecht

Die kommende Serie gegen Schwerin verspricht eine spannende Angelegenheit zu werden. In der Hauptrunde stand es 1:1 zwischen den beiden Teams. „Ehrlich gesagt, ist es schwer zu sagen, wer hier als Außenseiter gilt“, so Foley. Aber Suhl hat einen Trumpf in der Hand: Dank der zweiten Platzierung in der Hauptrunde dürfen die Thüringerinnen die ersten beiden Spiele in ihrer eigenen Halle bestreiten – in der berüchtigten „Wolfsgrube“, wo der VfB seine letzten 15 Pflichtspiele gewonnen hat. Die Fans spielen dabei eine entscheidende Rolle: „Unsere Fans sind die leidenschaftlichste und engagierteste Fangemeinde, und die Atmosphäre, die sie in der Halle schaffen, ist während des gesamten Spiels spürbar.“

Auch Schwerin zeigt sich kampflustig. Kapitänin Anne Hölzig verspricht: „Wir werden uns gut vorbereiten.“ Und Zuspielerin Hannah Kohn fügt hinzu: „Wir haben nicht wirklich etwas zu verlieren, wir können pushen und befreit aufspielen.“

Ob Suhl tatsächlich das Double schaffen kann? Foley ist optimistisch: „Ich denke, dass diese Mannschaft zu etwas Besonderem fähig ist, aber gleichzeitig sind wir konsequent dabei geblieben, Schritt für Schritt zu denken – von Spiel zu Spiel, von Punkt zu Punkt.“ Die nächste Hürde steht bereits vor der Tür. Am Samstag beginnt das Halbfinal-Duell – und Suhl will vor heimischer Kulisse ein Zeichen setzen.

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