Sugawara packt aus: 'bremen hat mehr biss als southampton'
Yukinari Sugawara schaut zurück – und sieht einen Unterschied, der weh tut. 13 Spiele ohne Sieg, dieselbe Statistik wie damals in Southampton. Doch diesmal flackert Hoffnung auf. „Die Bremer haben eine bessere Mentalität“, sagt er. Ein Satz, der im Weser-Stadion lauter knallt als jede Anfeuerung.
Der vergleich mit den saints brennt
Sugawara erinnert sich an die Premier-League-Saison 2022/23: zehn Spieltage bis zum ersten Sieg, dann 14 weitere bis zum zweiten. Am Ende schaffte Southampton den Abstieg. „Natürlich vergleiche ich das“, gibt er offen zu. Doch statt Verzweiflung spürt er in Bremen etwas anderes: eine Kabine, die redet. „Wir haben Schlüsselmomente in Gesprächen erlebt, nicht auf dem Platz.“
Die Wende kam gegen Bayern und St. Pauli – ohne ihn. Trainer Daniel Thioune setzte ihn zweimal auf die Bank. „Ich war verärgert“, sagt Sugawara. „Aber über mich selbst.“ Er trainierte lauter, rannte mehr Sprints, verlangte sich zusätzliche Videos an. Am 29. Spieltag stand er wieder in der Startelf. Drei Tage später folgte der zweite Sieg in Folge. Kein Zufall.

Thioune warnt vor euphorie
Der Coach schmettert jede Siegesfeier. „Wir haben noch nichts erreicht“, betont Thioune. Die Rotationsmaschine läuft auf Hochtouren: sechs Punkte aus zwei Spielen, das reicht, um die Abstiegszone auf Distanz zu halten. Doch Sugawara weiß, dass eine kleine Serie reicht, um die Psyche umzukippen. „Ein Sieg verändert alles. Zwei Siege verändern die Liga“, sagt er.
Seine Zukunft? Offen. Die Leihe endet im Juni. „Im Sommer kann vieles passieren“, sagt er und zuckt mit den Schultern. Er schaut auf den Rasen, nicht auf Verträge. Erst mal will er den 35. Spieltag überstehen. Dann wird sich zeigen, ob die Mentalität, die er den Bremern attestiert, auch sein eigenes Schicksal lenkt.
