Subaru holt sti zurück: elektro-knaller und benziner heizen fans ein
Die drei Buchstaben, die Tuningherzen seit Jahrzehnten höher schlagen lassen, sind wieder Teil des Subaru-Kalküls. Nach der düsteren Nachricht von 2022, wonach die neue WRX keine STI-Version erhalten würde, rudert der japanische Hersteller jetzt zurück – und liefert zwei Prototypen als Beweis: einen elektrischen und einen mit Verbrenner.
Tokio war nur der anfang
Scott Lawrence, Chef von Subaru Australia, bestätigte gegenüber Drive.com.au, dass die Reaktionen auf die im Oktober gezeigten Concept-Cars „signifikant“ seien. „STI ist nicht tot“, sagt Lawrence knapp. Gemeint sind die Subaru Performance-B STI mit Turbo-Benziner und die Performance-E STI, ein vollelektrischer Kompakt-Sportler mit Allradantrieb. Beide Studien teilen sich die aggressive Aerodynamik, gewaltige Lufteinlässe und die markante LED-Front – nur die Klappe zum Tankdeckel fehlt beim E-Modell.
Die Zahl, die Subaru wachrüttelte: Mehr als 80 Prozent der per Mail, Instagram und Discord eingegangenen Fan-Kommentare forderten eine Serienzulassung. „Das Management in Tokio hat die Nachricht verstanden“, so ein Ingenieur, der an dem Projekt mitarbeitet und anonym bleiben will. Intern laufen bereits Prüfstände für beide Antriebsvarianten, heißt es.
Elektro-sti wird zur neuen spitze
Der Elektro-Prototyp basiert auf der Subaru Levorg-Plattform, ist aber 70 Millimeter flacher und 40 Kilogramm leichter als der Serien-Kombi. Die Batterie kommt aus dem Haus Panasonic, die Doppel-Motoren von Yamaha – ein Detail, das bislang unter Verschluss gehalten wurde. Leistung? Subaru schweigt, aber Kreise um das Projekt sprechen von 450 PS dauerhaft und 800 Nm Spitzenmoment. Das entspricht in etwa dem aktuellen Audi RS 3, nur zieht der STI-E ohne Gangwechsel aus dem Stand weg.
Die Entscheidung, ob und wann die beiden Fahrzeuge in Serie gehen, fällt im September auf der nächsten Vorstandsrunde. Sollte der Vorstand grünes Licht geben, könnte der Benziner bereits 2026 in Japan und Australien bestellt werden. Die E-Version würde dann 2027 folgen – pünktlich zum 40-jährigen STi-Jubiläum.
Für den Motorsport bedeutet das: Subaru plant parallel ein GT4-Programm, das mit dem Elektro-STI antritt. Die FIA arbeitet bereits an einer neuen Klasse für 2028, in der Allrad-Elektro-Sportwagen gegeneinander fahren dürfen. Subaru will dabei sein.
Die Botschaft an die Community ist eindeutig: Wer schon dachte, Turbokracher und Boxer-Klang würden zu den fossilen Relikten gehören, wurde eines Besseren belehrt. Subaru liefert den Beweis, dass Performance nicht vom Verbrenner abhängt – aber auch, dass der Verbrenner noch nicht tot ist. Die Zukunft heißt nicht entweder oder, sondern sowohl als auch. Und sie fängt mit drei Buchstaben an: STI.
