Stützle schreibt geschichte: 38 assists und 13 spiele in serie für ottawa

Tim Stützle spielt nicht einfach nur NHL – er zieht die Ottawa Senators formelrecht durch den kanadischen Winter. Beim 2:0 in Vancouver steuerte der Mannheimer Assist Nummer 38 und Nummer 13 hintereinander bei, seit dem 23. Januar schreibt er jedes Mal mit. Ottawa gewinnt zum siebten Mal in Folge, der Playoff-Zug dampft im Osten wieder.

Die serie lebt von seiner kreativität

Brady Tkachuk stibitzt den Puck an der blauen Linie, schießt ins leere Tor – und dankt direkt seinem Kumpel. Stützle hatte den Pass in die Mitte serviert, als die Canucks schon den Anschluss suchten. Minute 59, Spiel entschieden, Zahlenkollektiv perfekt: 38 Vorlagen in 66 Partien, 17 Scorerpunkte in den letzten dreizehn Spielen. Die letzte Torbeteiligung des 22-Jährigen, die fehlte, datiert auf den 22. Januar.

Ottawa war Anfang Februar bei Carolina mit 3:4 untergegangen, danach kam kein Gegner mehr an den Senators vorbei. Neun Siege in zwölf Spielen, nur drei Punkte trennen sie vom Wildcard-Rang. Die Franchise hatte sich nach einem desolaten Saisonstart von Coach Jacques Martin neue Defensivstruktur erbeten – jetzt liefern sie die deutsche Dynamik und ein Goalie-Duo, das endlich hält, was der Angriff verspricht.

Peterka sammelt punkte in utah, grubauer hält seattle in schlagdistanz

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Im Westen geht der Kampf um die letzten Playoff-Tickets zur gleichen Zeit in die Verlängerung – buchstäblich. John-Jason Peterka verliert mit Utah 2:3 nach Verlängerung in Chicago, kassiert aber den wichtigen Zusatzpunkt. Die Mammoth liegen sechs Zähler vor Seattle, sieben vor San Jose. Für Philipp Grubauer und die Kraken bleibt die Luft dünn, doch mit 18 Spielen Restsaison ist noch alles drin.

Deutsche Akteure dominieren die Scorerlisten nicht nur statistisch – sie entscheiden mit, wer im Mai um den Stanley Cup zieht. Stützle beweist: Olympia-Teilnahme war kein Endpunkt, sondern Startschuss. Wenn er so weitermacht, könnte Ottawa erstmals seit 2017 wieder über die Runde der 16 hinauswachsen. Die Zahlen sprechen dafür, die Form auch – und die Konkurrenz schaut bereits nervös auf den jungen Deutsch-Power-Forward.