Stuttgart gegen leverkusen: kann der vfb die lange durststrecke beenden?
Ein Duell der Titanen steht an: Der VfB Stuttgart empfängt am heutigen Samstag Bayer 04 Leverkusen zur Bundesliga-Partie in der ausverkauften MHPArena. Für die Schwaben gilt es, eine peinliche Serie zu beenden und sich im Kampf um die europäischen Ränge zu beweisen. Doch die Aufgabe ist alles andere als einfach.
Die fakten sprechen eine deutliche sprache
Tatsächlich hat der VfB zu Hause gegen Bayer Leverkusen seit April 2010 nicht mehr gewonnen – eine schmerzliche Bilanz von 13 Partien, die aus fünf Unentschieden und acht Niederlagen besteht. Auch wenn das letzte direkte Aufeinandertreffen mit einem deutlichen 4:1-Sieg für Stuttgart endete, lässt die historische Entwicklung wenig Hoffnung auf einen Heimsieg aufkommen. Insgesamt konnte der VfB in den vergangenen 16 Pflichtspielen gegen die Werkself lediglich einen Sieg erringen. Eine Hausnummer, die die Brisanz dieses Spiels unterstreicht.
Leverkusen reist als formstarkes Team an. Vier von fünf jüngsten Ligaspielen wurden erfolgreich gestaltet – ein geteilter Topwert zusammen mit Bayern und Leipzig. Unter dem Regisseur Kasper Hjulmand sind die Werkself zudem seit fünf Auswärtspartien ungeschlagen, was eine beeindruckende Serie darstellt. Die Offensive der Gäste ist brandgefährlich: Mit zwölf Kontertoren demonstrieren sie ihre Effizienz im schnellen Umschaltspiel. Das könnte für die Stuttgarter Abwehr zur echten Herausforderung werden, die bereits zehn Gegentreffer nach Umschaltsituationen hinnehmen musste – ein Wert, der ligaweit den negativen Spitzenplatz belegt.

Personelle engpässe und trainer-gerüchte überschatten das spiel
Für den VfB bedeutet der Ausfall des gesperrten Kapitäns Atakan Karazor eine herbede Situation. Ohne ihn konnte das Team seit Beginn der Vorsaison nur durchschnittlich 1,2 Punkte pro Spiel holen. Ein Lichtblick ist die aktuelle Form von Chris Führich, der mit drei Toren in den letzten vier Partien seine Torjägerqualitäten unter Beweis stellt. Aufseiten der Werkself sticht Patrik Schick hervor, der in den vergangenen sechs Bundesligaspielen unglaubliche neun Treffer erzielte und nun bei 16 Saisontoren steht – nur Harry Kane und Deniz Undav sind ligaweit besser. Die Zahlen lügen nicht: Beide Teams haben saisonübergreifend 66 Treffer erzielt, was nur Bayern München übertrifft.
Die Trainerseiten sind ebenfalls von Spannung geprägt. Die Spekulationen um einen möglichen Wechsel von Sebastian Hoeneß zu Bayern München, angeheizt durch Uli Hoeneß, werfen einen langen Schatten auf die Partie. Während Hoeneß vorerst die Verantwortung beim VfB trägt, wird in Leverkusen bereits über mögliche Nachfolger für Hjulmand diskutiert. Der Name Fabian Hürzeler, aktuell in Brighton erfolgreich, fällt dabei immer wieder – allerdings könnte ein möglicher Wechsel durch seine Vertragssituation in England deutlich teurer werden. Beide Coaches stehen somit unter besonderer Beobachtung, während ihre Offensivmaschinen aufeinandertreffen – mit jeweils 484 Torschüssen die drittaktivsten der Liga.
Das Spiel wird nicht im Free-TV übertragen. Alternativen bieten Sky (TV und Stream) sowie DAZN (Konferenz). Sportinteressierte können den Liveticker auf Sport1 verfolgen.
Am Ende bleibt die Frage: Kann der VfB Stuttgart die historische Last abstreifen und Bayer 04 Leverkusen bezwingen? Eine Aufgabe, die angesichts der Form beider Teams und der komplizierten Umstände eine echte Nervenprobe werden dürfte. Die Spannung ist greifbar – das Spitzenspiel verspricht ein Fußballfest zu werden.
