Struff scheitert an faria: french open traum platzt!

Paris – Ein jähes Ende für Jan-Lennard Struff bei den French Open! Der Warsteiner, der mit einem überraschenden Sieg gegen Alexander Bublik in die Turnierhalle marschiert war, verlor gestern gegen den portugiesischen Qualifikanten Jaime Faria mit 5:7, 6:7 (1:7), 2:6. Der Traum vom Einzug in die Runde der letzten 32 ist damit geplatzt.

Die euphosche verfliegt: was schief lief

Die euphosche verfliegt: was schief lief

Nach dem Erfolg gegen Bublik, der in der Weltrangliste deutlich höher platziert ist, wirkte Struff zwar nicht völlig überrascht, doch der Schwung fehlte gegen Faria merklich. Der Portugiese, der ohne großen Glanz nach Paris kam, präsentierte sich als äußerst souveräner Gegner. Er leistete sich kaum vermeidbare Fehler und hielt den Druck auf Struff konstant hoch.

Ein Break Vorsprung reicht nicht: In den ersten beiden Sätzen gelang es Struff zwar jeweils, einen Breakball zu verwerten, doch diese Führung konnte er nicht nachhaltig nutzen. Faria konterte prompt und nutzte die Fehler seines Gegners geschickt aus. Besonders im Tie-Break des zweiten Satzes zeigte der Portugiese eine beeindruckende Leistung und demütigte Struff mit einem klaren 7:1.

Die Zuschauer, die Struff lautstark unterstützten, sahen letztlich eine enttäuschende Vorstellung des Deutschen. Er wirkte zunehmend frustriert und fand kein Mittel gegen die taktische Disziplin von Faria. Die Weltranglistenposition von 80, die Faria innehat, täuscht hier seine Leistung gewaltig.

Die Niederlage wirft Fragen auf: Kann Struff seine Formkurve wieder anziehen? Oder war der Sieg gegen Bublik nur ein kurzfristiger Höhenflug?

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Faria produzierte weniger unerzwungene Fehler und nutzte seine wenigen Chancen konsequent. Struff hingegen kämpfte mit seinem Aufschlag und fand kaum eine Lösung gegen die Abwehr des Portugiesen. Ein bitteres Aus für den erfahrenen Deutschen.