Djokovic kritisiert hitzeregeln bei french open: „das verstehe ich nicht“

Paris – Novak Djokovic, der dreifache French-Open-Sieger, hat nach seinem Zweitrundenmatch gegen Valentin Royer scharfe Kritik an den Hitzeregeln bei den diesjährigen French Open geäußert. Während andere Grand-Slam-Turniere klare Richtlinien bei hohen Temperaturen haben, scheint es in Paris an einer einheitlichen Vorgehensweise zu mangeln, was zu Verunsicherung und Unfairness bei den Spielern führt.

Die hitze macht den stars zu schaffen

Die hitze macht den stars zu schaffen

Die Temperaturen auf den Sandplätzen von Roland-Garros sind mit über 35 Grad Celsius extrem hoch. Sonnencreme, Eisbeutel und Ventilatoren bieten nur bedingten Schutz. Djokovic, der sich in der Pressekonferenz sichtlich unzufrieden zeigte, brachte seine Verwunderung über die fehlenden klaren Hitzeregeln zum Ausdruck. „Ich verstehe wirklich nicht, warum es dort keine Hitzeregel gibt“, erklärte der 24-malige Grand-Slam-Sieger.

Die aktuelle Regelung sieht vor, dass das Spiel gestoppt wird, sobald die sogenannten Feuchtkugel-Thermometer – ein Index, der die Hitze- und Feuchtigkeitsempfindung misst – auf der Anlage 32,2 Grad erreichen. Diese Regelung betrifft auch die Hauptplätze Philippe-Chatrier und Suzanne-Lenglen, obwohl diese über verschließbare Dächer verfügen. Doch Djokovic hält diese Lösung für unzureichend.

„Noch so eine Kombination aus Indexformeln?“, fragte der Serbe rhetorisch. Er plädiert stattdessen für eine Verschiebung der Spiele in die kühleren Abendstunden, insbesondere bei extremen Wetterbedingungen. „Wir haben in den letzten Jahren gesehen, dass es zu erheblichen Verzögerungen kommt, bis diese obere Leiste überschritten wird. Bei Grand Slams sollte dies kein Problem darstellen, da ausreichend Plätze und Flutlicht zur Verfügung stehen.“

Die Diskussion um die Hitzeregeln wird in den kommenden Tagen sicherlich weitergehen, da die Temperaturen in Paris voraussichtlich hoch bleiben werden. Djokovic’ nächstes Match findet am Freitag gegen den brasilianischen Youngster João Fonseca statt. Ob die Hitze auch hier eine Rolle spielen wird, bleibt abzuwarten.

Die French Open sind bekannt für ihre dramatischen Matches und unvorhersehbaren Ergebnisse. Doch die aktuelle Hitzewelle könnte die Spieler zusätzlich belasten und den Verlauf des Turniers maßgeblich beeinflussen. Es bleibt zu hoffen, dass die Organisatoren eine Lösung finden, um die Gesundheit und Sicherheit der Athleten zu gewährleisten, ohne dabei den sportlichen Wettbewerb zu beeinträchtigen.