Stroppa feiert den aufstieg: "ich will im gegnerischen strafraum sterben!"
Venedig bejubelt den Aufstieg in die Bundesliga – und Coach Giovanni Stroppa lässt die Emotionen sprechen. Nach dem 2:0 gegen Pisa steht fest: Die Mannschaft kehrt in die höchste Spielklasse zurück. Ein Aufstieg, der für Stroppa bereits die vierte Meisterleistung in seiner Karriere darstellt und seine Philosophie des attraktiven, dominanten Fußballs eindrucksvoll unterstreicht.
Stroppa vergleicht sein team mit sinner: leidenschaft und siegeswillen
„Es ist eine unglaubliche Freude, diese Mannschaft an meiner Seite zu haben“, schwärmte Stroppa nach dem Spiel. „Wir haben ein Spielverständnis entwickelt, das an Jannik Sinner erinnert – der unbedingte Wille, den Gegner zu überwinden und das Spiel zu kontrollieren.“ Stroppa betonte, dass er es als seinen persönlichen Wunsch betrachte, „im gegnerischen Strafraum zu sterben“, ein Bild, das die Leidenschaft und den Siegeswillen seiner Mannschaft verdeutlicht. Er scheut sich nicht, seine Vorstellungen von Fußball zu artikulieren: „Wenn ich wählen könnte, wie ich sterbe, dann beim Spielen, in der gegnerischen Hälfte.“

Vom crotone zum veneto: stroppas erfolgsrezept
Der Erfolg von Stroppa ist kein Zufall. Bereits in der Vergangenheit bewies er sein Talent, Mannschaften zu entwickeln und in höhere Spielklassen zu führen. Von Crotone über Monza bis hin zu Cremona – Stroppa hat stets auf einen attraktiven, spielerischen Fußball gesetzt, der auf Ballbesitz, Dominanz und einer klaren Spielidee basiert. „Es gibt Namen und Gesichter…“, so Stroppa, „aber das Spielprinzip war immer dasselbe, geprägt von der Identität der jeweiligen Mannschaft.“
Besonders hervorzuheben ist die Konstanz in Stroppas Arbeit. Er blieb auch in schwierigen Zeiten loyal zu seinen Mannschaften, ein Verhalten, das ihm das Vertrauen seiner Spieler und Verantwortlichen einbrachte. „Ich bin bei Venezia geblieben, weil mir Pippo Antonelli versprochen hat, den Kader zu halten, der vom Abstieg betroffen war. Und das hat er gehalten.“

Die serie a als bühne für stankovic und doumbia
Stroppa sieht in der Serie A die ideale Bühne für die Talente in seinem Kader. „Stankovic, Doumbia und die anderen Jungs werden sich dort beweisen können“, sagte er. „Die Serie A wird ihre wahre Testarena sein. Wenn sie direkt zu einem Top-Klub wechseln, erwarte ich eine entsprechende Ablösesumme!“ Ein Augenzwinkern, das die Erwartungen an die jungen Spieler unterstreicht.
Die Spielweise von Venezia zeichnet sich durch einen starken Angriff und eine solide Defensive aus. Das Team präsentierte sich von Beginn an als eine Einheit, die entschlossen war, den Aufstieg zu erreichen. „Schon am ersten Tag herrschte eine enorme Begeisterung. Ich sah es in den Augen der Jungs – niemand war entmutigt.“
Während andere Teams, wie beispielsweise Monza, den Anschluss verpassten, bewies Venezia eine beeindruckende Widerstandsfähigkeit und Konsequenz. Stroppa verglich den Weg seiner Mannschaft mit dem von Jannik Sinner: „Wir haben gewonnen, weil wir von den Erfolgen von Alcaraz inspiriert wurden. So bleibt man in der Spur und arbeitet besser.“
Der Aufstieg ist für Stroppa nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch ein Zeichen seiner Arbeitsweise und seines Glaubens an seine Spieler. Mit einem neuen Stadion und einem ambitionierten Management hat Venezia die besten Voraussetzungen geschaffen, um in der Serie A zu bestehen. Ob Stroppa auch in Zukunft an der Seitenlinie stehen wird, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Giovanni Stroppa hat in Venedig eine Ära des attraktiven Fußballs eingeleitet, die die Fans begeistern wird.
