Stroll und alonso: aston martin-duell im letzten rang – und dann die bittere werkstattleistung

Suzuka – Lance Stroll erlebte beim Großen Preis von Japan ein Rennen zum Vergessen: Als 22. und Letzter beendete der Kanadier die bisherige Saison ohne Punkte. Doch was in Suzuka geschah, war mehr als nur ein sportliches Missgeschick – es offenbarte ein seltsames Innenleben bei Aston Martin.

Die mini-krise im hause aston martin

Die mini-krise im hause aston martin

Drei Rennen, drei Ausfälle für Stroll. Und während sein Teamkollege Fernando Alonso als 18. ins Ziel kam, kämpfte der Kanadier über 30 Runden lang mit dem Spanier um den letzten Platz. Ein Kampf, der ironischerweise von Stroll selbst mit einer gewissen Belustigung beschrieben wurde. "Ich habe das Rennen genossen, es ist eine fantastische Strecke zum Fahren“, so Stroll nach dem Rennen. „Es war ein lustiges kleines Copa Aston Martin-Honda-Duell mit Fernando.“

Diese Aussage wirft ein seltsames Licht auf die Situation bei Aston Martin. Der Fahrer, der sonst eher wortkarg ist und sein Auto öffentlich kritisiert hat, beschreibt den Kampf um den letzten Platz als „lustig“. Eine Einschätzung, die kaum mit der ernsten sportlichen Lage übereinstimmt.

Das Gespräch vor dem Start: Alonso bestätigte Strolls Darstellung. Vor dem Rennen hätten sie gesprochen, dass es ein „etwas einsameres Rennen“ werden könnte. Die Möglichkeit, gemeinsam zu fahren, könne aber auch wertvolle Daten über Energie und Motormaps liefern. „Es gab lustige Momente“, so Alonso, „leider musste Lance aufgeben, und wir haben den zweiten Teil des Spaßes verpasst.“

Die Wahrheit ist: Strolls Vorstellung von einem „lustigen Copa Aston Martin-Honda-Duell“ mag zwar amüsant klingen, aber sie kaschiert ein tiefgreifendes Problem. Der Kanadier scheint das Ausbleiben von Erfolgen mit einer gewissen Ironie zu nehmen, während das Team selbst offenbar in einer unerklärlichen Krise steckt. Die Tatsache, dass zwei Fahrer in einem Millionen-Dollar-Rennwagen um den letzten Platz kämpfen und dies als „Spaß“ bezeichnen, ist beunruhigend.

Es bleibt abzuwarten, ob Aston Martin die Kurve bekommt. Die bisherige Saison deutet jedoch auf eine lange und schwierige Reise hin. Die Lacher sind verflogen, die Frage ist: Wann beginnt die ernsthafte Arbeit?