Luis de la fuente: die uhr tickt für die wm-aufstellung!
Die Spannung steigt: Luis de la Fuente steht kurz vor der Verkündung seines WM-Kaders. Nach dem Freundschaftsspiel gegen Ägypten muss der Trainer zwei schmerzhafte Entscheidungen treffen, die das Gesicht der spanischen Nationalmannschaft für die Reise in die USA prägen werden.
55 Zu 26: die schmalste auswahl
Im Gegensatz zu früheren Weltmeisterschaften ist der Auschusskader dieses Mal auf 29 Spieler begrenzt, selbst wenn kurzfristig noch Ersatz benötigt wird. Das bedeutet, dass Spieler, die zunächst in der erweiterten Auswahl stehen, im Falle einer Verletzung oder eines Formsturzes ihrer Kollegen weniger Chancen haben, doch noch im Endkader zu landen. Bis zum 11. Mai muss De la Fuente die 55er Liste kürzen, bevor am 1. Juni die finalen 26 Mann feststehen, die dann am 5. Juni abfliegen.
Die Torwartfrage beschäftigt die Verantwortlichen. Unai Simón und David Raya scheinen bereits verankert, während Joan García sich mit sehenswerten Leistungen in den Vordergrund gespielt hat. Doch der erfahrene Álex Remiro, der seit November 2024 auf einen Einsatz verzichten musste, darf sich ebenfalls Hoffnungen machen. Robert Sánchez lauert im Hintergrund, falls es zu einem Notfall kommt.
Auf den Außenpositionen zeichnet sich ein Duell ab: Marcos Llorente und Pedro Porro kämpfen um den Platz als rechter Verteidiger, während Dani Carvajals Fitnesszustand fraglich bleibt. Die jungen Talente Iván Fresneda und Álex Jiménez drängen ebenfalls auf ihre Chance. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht das Atlético-Talent Llorente, das sich von einem fast Vergessenen zu einem ernsthaften Kandidaten für die Stammelf entwickelt hat.

Die abwehr: stabilität und neuanfang
In der Innenverteidigung bilden Laporte und Cubarsí das bewährte Duo. Huijsen, der nach einer längeren Pause wieder in den Kader zurückgekehrt ist, könnte profitieren, sollte Militao im Real Madrid ausfallen. Le Normand, auf den De la Fuente setzt, muss seine Form wiederfinden, während Pubill und Mosquera in der Vergangenheit bereits gute Leistungen gezeigt haben. Vivian und Eric García haben bisher weniger Glück gehabt.
Die linke Verteidigerposition ist ebenfalls fest besetzt. Cucurella und Grimaldo scheinen unumstritten zu sein. Nur eine Verletzung oder ein unerwarteter Formabfall könnten für eine Veränderung sorgen. Die Alternativen Balde und Sergio Gómez stehen in den Startlöchern, während Fran García durch sein Engagement in Madrid ebenfalls aufhorchen lässt.
Im defensiven Mittelfeld sind Rodri und Zubimendi die unangefochtenen Stars. Aleix García, Marc Bernal und Luis Milla wissen, dass ihre Chancen nur von unvorhergesehenen Ereignissen abhängen.

Kreativität und torgefahr: die schlüssel zum erfolg
Die kreative Schaltzentrale des spanischen Teams besteht aus Pedri, Fabián Ruiz, Mikel Merino und Dani Olmo. Fermín, der bei der Europameisterschaft bereits begeiste, drängt ebenfalls auf einen Platz in der Startelf. Pablo Barrios könnte ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, sollte er gesund bleiben. Die Flügelpositionen sind mit Yamal, Nico Williams und Baena bereits vergeben, wobei der Osasuna-Stürmer Víctor Muñoz in den letzten Spielen auf sich aufmerksam gemacht hat.
Vorne fehlt der Knipser: Oyarzabal ist weiterhin die erste Wahl im Sturm, benötigt aber Unterstützung. Ferran Torres und Borja Iglesias stehen ihm zur Seite, doch beide müssen ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen. Gonzalo und ein in Form befindlicher Morata warten in der Hinterhand.
Es liegen noch sieben Wochen bis zur finalen Liste, aber eines ist sicher: Luis de la Fuente steht vor einer Mammutaufgabe. Die WM in den USA rückt näher, und die Spannung ist kaum auszuhalten. Die Suche nach dem perfekten Kader ist in vollem Gange – ein Wettlauf gegen die Zeit, der das spanische Team entweder zum Triumph oder zur Enttäuschung führen wird.
