Strelow feiert comeback in otepää – kink springt für kranke weidel ein

Die deutsche Biathlon-Mannschaft bekommt Verstärkung: Justus Strelow, Olympia-Bronze von Peking, kehrt nach einem gebrochenen Finger zurück. Julia Kink ersetzt die erkrankte Anna Weidel.

Strelows finger heilt, weidel wartet auf oslo

Der 29-Jährige hatte sich vor einer Woche beim Kontiolahti-Ausfall einen Trainingssturz geleistet – und prompt die Mittelhand geprellt. „Das Loch im Kader ist gestopft“, sagt Sportdirektor Felix Bitterling lapidar. Strelow reist direkt nach Otepää/Estland, wo am Donnerstag die Männer sprinten.

Für Anna Weidel läuft es andersrum. Die 26-jährige Oberbayerin laboriert an einer Virusinfektion, wird aber laut DSV „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ zum Weltcup-Finale in Oslo (15./16. März) wieder dabei sein. Bis dahon übernimmt Julia Kink ihren Startplatz – ein Quereinstieg vom IBU-Cup, wo sie zuletzt in Ridnaun zwei Top-15-Plätze holte.

Den rest bringt der wind aus dem baltikum

Den rest bringt der wind aus dem baltikum

Die übrigen Nominierten sind kein Geheimnis: Bei den Männern laufen neben Strelow Philipp Nawrath, Philipp Horn, David Zobel, Lucas Fratzscher und Leonhard Pfund. Die Frauen vertreten Vanessa Voigt, Selina Grotian, Janina Hettich-Walz, Marlene Fichtner und Julia Tannheimer – allesamt mit Kaderschmiede-Olympia-Erfahrung.

Otepää gilt als kleiner, aber lautstarker Biathlon-Kreis. 2027 findet hier die WM statt; deswegen ist der Weltcup diesmal Generalprobe mit Zuschauerkapazität für 15 000 Menschen. „Wir wollen testen, wie sich die Strecke bei Wind aus West verhält“, so Bitterling. Am Samstag folgt die Verfolgung, am Sonntag die beiden Mixed-Staffeln – Deutschland will vor Ort schon mal die Stimmung anheizen, bevor die großen Trommeln rollen.

Die Bilanz nach 17 Weltcup-Stationen: Die DSV-Herren liegen im Nationencup vor Norwegen, die Damen auf Rang drei. Noch zwei Wochen, dann zählt nur noch Oslo – und wer sich letzte Patronen für die Saison 2026/27 sichert.