Straßenbahn-crash in rom: zehn verletzte bei kollision der linien 5 und 19
Kurz vor 8 Uht krachten zwei Straßenbahnen auf der via Prenestina. Die Linie 5 raste in den Wagen der Linie 19 – zehn Fahrgäste landeten im Krankenhaus, niemand schwebt in Lebensgefahr.

Retter waren binnen minuten vor ort
Polizia Municipale und Notärzte blockierten die Kreuzung zur via Erasmo Gattamelata. Die Hintergründe bleiben vage: laut ersten Rekonstruktionen rollten beide Bahnen nur langsam, dennoch rissen die Bremsen nicht. Die Strecke war nach einer Stunde wieder frei, doch der Schock sitzt tief.
Viele Pendende standen noch mit Kaffeebecher in der Hand, als das Metall aufschrie. „Ein lauter Aufprall, dann Glasregen“, berichtet ein Augenzeuge dem Radiosender Roma Radio. Die Verletzten erlitten Prellungen und Schnittwunden, zwei Kinder gehören dazu.
Die Verkehrsbetrieb Atac kündigte eine interne Untersuchung an. Vorgeschichte: erst im Januar musste die Linie 5 nach einem Defekt komplett umgeleitet werden. Jetzt fragen sich Stadträte, ob das Sicherheitskonzept der Tram-Flotte aus den 90ern noch zeitgemäß ist.
Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf Roms marode Nahverkehrsinfrastruktur. Seit 2020 stieg die Zahl der Bahnunfälle um 18 Prozent – trotz reduzierter Fahrpläne in der Pandemie. Die Region Latium hatte eigentlich 1,4 Milliarden Euro aus dem Europäischen Wiederaufbaufonds erhalten, um Signalanlagen zu modernisieren. Baubeginn: weiter offen.
Für die Betroffenen zählt jetzt nur eins: wie schnell sie wieder auf die Beine kommen. Die Ärzte im San Giovanni-Krankenhaus gehen von Entlassungen innerhalb von 48 Stunden aus. Die Stadtverwaltung will Aufklärung – und zwar bevor der nächste Schrecken den Morgenverkehr lahmlegt.
