Stransky büßt für schwalbe: 2000 franken strafe für hcd-captain
Der HC Davos hat seinen Auswärtssieg in Ambrì mit 5:2 gefeiert – doch für Captain Matej Stranskyfolgte danach die Quittung. Die National League hat den Davoser Anführer nachträglich mit einer Busse von 2000 Franken belegt, inklusive Verfahrenskosten. Der Vorwurf: Simulation. Oder, um es beim Namen zu nennen, eine Schwalbe, die dem erfahrenen Spieler schlicht nicht abgenommen wurde.
Was wirklich im anspielkreis passiert ist
Die Szene, die alles ausgelöst hat, wirkt beim ersten Hinsehen unspektakulär. Stransky und Ambrì-Stürmer Alex Formenton kämpfen um einen freien Puck. Stransky positioniert sich, drückt Formentons Stock beiseite. Formenton antwortet mit einer leichten Berührung an der Schulter. Minimal. Ohne ersichtlichen Kraftaufwand, wie die Liga selbst festhält.
Was dann folgt, ist das Problem. Stransky geht deutlich zu Boden – Arme in die Luft, Beine hoch, ein Fall, der laut Liga in keinem vernünftigen Verhältnis zur Intensität des Kontakts gestanden hat. Formenton kassierte in der Szene eine Zweiminutenstrafe. Stransky hat sie damit provoziert. Genau das kostet ihn jetzt.

Stransky ist nicht der einzige, der zahlen muss
Die Liga hat gleichzeitig auch Igor Jelovac von den Rapperswil-Jona Lakers zur Kasse gebeten – ebenfalls wegen vorgetäuschtem Foul. Sein Fall wird günstiger bewertet: 1200 Franken. Warum der Unterschied? Die Liga differenziert nach Schwere der Simulation und wohl auch nach der Wirkung auf das Spielgeschehen.
Für Stransky trifft es den falschen Moment. Als Captain des HC Davos trägt er eine Vorbildfunktion, die über die reine Eiszeit hinausgeht. Wer mit der Binde am Arm auf dem Eis steht, wird an einem anderen Maßstab gemessen – und das weiß er selbst am besten. Zwei Mille für einen Sturz. Die Rechnung ist klar.
