Juventus vor dem verkauf? was elkanns schweigen wirklich bedeutet
Der Verkauf der La Stampa war mehr als eine Geschäftsentscheidung. Er war ein Signal. Und wer die Familie Agnelli-Elkann kennt, weiß: Solche Signale liest man zwischen den Zeilen, nicht in Pressemitteilungen. Jetzt, da einer der letzten symbolischen Anker der Familie in Turin gelichtet wurde, stellt sich die Frage neu und mit einer Dringlichkeit, die sich nicht mehr ignorieren lässt: Wie lange bleibt Juventus noch in Familienhand?

Das muster hinter dem verkauf
Ich sage es direkt: Exor ist längst keine piemontesische Familienkasse mehr. Die Holding hat ihren Rechtssitz in Amsterdam, ist global ausgerichtet und hat in den letzten Jahren einen Vermögenswert nach dem anderen aus dem italienischen Industrieportfolio veräußert. Die La Stampa, seit einem Jahrhundert im Besitz der Agnellis, geht nun an die Sae-Gruppe. Closing geplant bis erstes Halbjahr 2026. Wer das als isolierten Vorgang betrachtet, versteht das große Bild nicht.
Und doch: John Elkann hat bei jeder Gelegenheit, öffentlich wie hinter verschlossenen Türen, denselben Satz wiederholt. Die Juventus steht nicht zum Verkauf. Im Dezember lehnte er das Kaufangebot von Tether ab, dem Krypto-Giganten, der sich mit 11,5 Prozent ins Aktionariat eingekauft hatte. Er erschien im Bianconero-Pullover vor der Kamera, im Hintergrund die historische Bank vom 1. November 1897, dem Gründungstag des Clubs. „La Juventus, unsere Geschichte, unsere Werte stehen nicht zum Verkauf
