Stöger schlägt zu: freistoß-kracher lässt gladbach jubeln
Kevin Stöger hat Borussia Mönchengladbach mit einem Traumtreffer gegen den FC St. Pauli in Front geschossen. Sein Freistoß war keine halbe Chance – es war ein Statement. 25 Meter, leicht zentral, links aussen. Der Österreicher legte sich den Ball, nahm drei Schritte Anlauf und hämmerte ihn mit der Innenseite in den rechten Winkel. Nikola Vasilj warf sich noch, aber die Kugel war schon drin. 21:43 Uhr, 13. März 2026, Bökelberg-Zipfel tobt.
Buschmann verliert die contenance
Frank Buschmann, sonst so zäh wie Leder, platzte live vor Begeisterung: „Ein Tor wie ein Gemälde!“ Sein Kollege Schmidt-Sommerfeld pflichtete bei, nur leiser. Die Sky-Regie schaltete sofort die Wiederholung, die Fans im Stadion schwenkten Schals, und die Instagram-Kanäle der Fohlen explodierten: „Was ne Bude.“
Das 1:0 rettete Gladbach vor eigenem Publikum nicht nur zwei Punkte, sondern auch das Gesicht. Nach drei sieglosen Partien drohte die Stimmung zu kippen. Stögers Schuss katapultierte die Elf auf Platz sieben – zwei Zähler vor Platz vier. Die Europa-League rückt in Reichweite.

Vergleiche mit arango sind kein zufall
Die Kommentarspalten gleichen sich einem Fan-Forum aus 2012: „Erinnerst an Arango“, schreibt einer. „Venezolanischer Schlenker, österreichischer Schlenker – egal, Hauptsache Winkel“, antwortet der nächste. Juan Arango schoss zwischen 2009 und 2014 17 Direkt-Tore aus Standardsituationen. Stöger steht bei fünf – nach gerade einmal zwölf Spielzeiten. Die Statistik lügt nicht, und die Kurve liebt solche Geschichten.
Trainer Gerhard Seitz hatte Stöger erst im Winter aus Bochum abgeholt, um genau diese Distanz zu treffen. „Kevin hat eine Handschrift“, sagt Seitz nach dem Schlusspfiff. „Er schreibt sie mit dem linken Fuß.“ Der Satz klingt nach Werbung, ist aber einfach nur wahr.

Der freistoß ist erst der anfang
Die Rückrunde ist jung, der Kalender voll. Nach der Länderspielpause warten Leipzig und Frankfurt. Wenn Stöger so weitermacht, muss sich die Liga auf weitere Kunstwerke einstellen. Bis dahin wird der Treffer in GIFs herumgereicht, von Handys zu Handys, von WhatsApp-Status zu TikTok. Ein Tor wie ein Gemälde – nur eben in Bewegung.
