Stellantis bremst beim e-auto aus – hohe kosten und verluste

Stellantis' rückschlag: weniger umsatz und hohe belastungen

Der italienisch-französische Autohersteller Stellantis verzeichnete im Jahr 2025 einen Umsatzrückgang auf 153,5 Milliarden Euro. Besonders belastend sind jedoch die außergewöhnlichen Aufwendungen in Höhe von 25,4 Milliarden Euro, die im Zusammenhang mit der verlangsamten Umstellung auf Elektrofahrzeuge stehen. Diese Summe liegt sogar 3,2 Milliarden Euro über den am 6. Februar genannten Wert.

Finanzielle ergebnisse 2025 im detail

Finanzielle ergebnisse 2025 im detail

Der Nettoumsatz sank um 2%, während der Nettoverlust bei beachtlichen 22,3 Milliarden Euro lag. Die hohen Belastungen sind vor allem auf die Anpassung der Fahrzeugpalette zurückzuführen, die derzeit noch stark auf batteriebetriebene Modelle ausgerichtet ist. Der Fokus liegt nun darauf, die Lücke bei der Umsetzung früherer Entscheidungen zu schließen und eine profitable Wachstumsstrategie zu entwickeln.

Filosa: fokus auf kundenauswahl und flexibilität

Filosa: fokus auf kundenauswahl und flexibilität

Antonio Filosa, der Vorstandschef von Stellantis, kommentierte die Zahlen mit dem Hinweis, dass das Jahr 2026 dem Ausbau der Profitabilität dienen soll. Laut Filosa spiegeln die Ergebnisse die Kosten der Überschätzung des Tempos des Energiewandels wider. Stattdessen soll die Wahlfreiheit der Kunden in den Mittelpunkt gestellt werden, indem eine vollständige Palette von Technologien angeboten wird – Elektro, Hybrid und Verbrennungsmotor.

Strategieplan für die zukunft

Strategieplan für die zukunft

Stellantis plant, am 21. Mai in Auburn Hills, Michigan, seinen strategischen Plan für die Zukunft vorzustellen. Diese Präsentation wird den Investoren und der Öffentlichkeit detaillierte Einblicke in die zukünftige Ausrichtung des Konzerns geben, insbesondere im Hinblick auf die Elektromobilität und alternative Antriebstechnologien.

Die hohen kosten der verlangsamung

Die Verlangsamung beim Übergang zur Elektromobilität ist für Stellantis mit erheblichen Kosten verbunden. Neben den unvermeidlichen Forschungs- und Entwicklungskosten, die nicht auf Benzinfahrzeuge übertragen werden können, fallen auch Ausgaben für Fabriken an, die für die Produktion von Batteriefahrzeugen angepasst wurden, aber nun nicht mehr benötigt werden. Hinzu kommen Kosten, die aus Verträgen über die Lieferung von Technologien und Materialien resultieren, die nicht verwendet werden.

Operative ergebnisse und ausblick

Der bereinigte Verlust für 2025 beträgt 842 Millionen Euro, was einem negativen Ergebnis von 0,5% entspricht. Der industrielle Cashflow ist mit 4,5 Milliarden Euro im Minus. Im zweiten Halbjahr 2025 wurden 2,8 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert, was einem Anstieg von 277.000 Einheiten bzw. 11% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders stark war das Wachstum in Nordamerika mit einem Anstieg von 231.000 Einheiten, was einem Plus von 39% entspricht.

Zusammenfassung der wichtigsten punkte

  • Umsatzrückgang auf 153,5 Milliarden Euro
  • Nettoverlust von 22,3 Milliarden Euro
  • Außergewöhnliche Aufwendungen von 25,4 Milliarden Euro
  • Fokus auf Kundenauswahl und Technologievielfalt
  • Strategieplan am 21. Mai in Michigan