Steffen: vom tiefpunkt zum möglichen meistertitel!

Niklas Steffen, einst kurz vor dem Karriereende, steht vor dem größten erfolg seiner Laufbahn: dem Gewinn des Schweizer Meistertitels mit dem FC Thun. Ein Aufstieg, der beweist, dass im Fußball – und im Leben – überraschende Wendungen möglich sind.

Die achterbahnfahrt eines torwarts

Vor gerade mal zwei Jahren spielte der heute 25-Jährige noch in der Promotion League beim FC Rapperswil-Jona. Der Abstieg in die untere Liga ließ ihn zweifeln, wie er gegenüber SRF zugab. „Logisch, wenn man dann nicht mehr im Profifußball ist, beginnt man schon, sich Gedanken zu machen“, so Steffen ehrlich. Doch er bewies Charakter und kämpfte sich zurück – und landete nun im vermeintlich Paradies.

Zusammen mit dem FC Thun schwebt Steffen auf einer Erfolgswelle. Mit einem komfortablen Vorsprung von zwölf Punkten gegenüber dem Zweitplatzierten ist der Meistertitel mehr als nur eine realistische Option. Die Stabilität, die er in die Mannschaft bringt, ist unverkennbar. Seine Leistungen als Stammtorhüter sind ein entscheidender Faktor für den erfolg des Teams.

Genießen und perspektiven

Genießen und perspektiven

Steffen blickt pragmatisch auf seine Situation. „Mir ist bewusst, wie schnell es im Fußball in beide Richtungen gehen kann“, sagt er. Er konzentriert sich darauf, den Moment zu genießen und die aktuelle Phase beim FC Thun voll auszukosten. Langfristige Pläne hat er noch keine geschmiedet, obwohl sein Vertrag im Berner Oberland noch bis 2028 läuft.

Ein Zitat seines Teamkollegen Leonardo Bertone gibt ihm dabei die Richtung vor: „Nach oben sollst du dir keine Limits setzen.“ Diese Einstellung spiegelt Steffens aktuelle Denkweise wider. Er lebt im Hier und Jetzt und lässt die Zukunft auf sich zukommen – eine Strategie, die ihm bisher sehr gut zu stehen scheint. YB hat zwar noch eine theoretische Chance im St. Jakob-Park, doch die Chancen stehen für Thun sehr gut.