Stautz nimmt abschied mit dem titel: stuttgarts letzte mission
Antonia Stautz will sich mit dem perfektenFinale verabschieden. Die Kapitänin von Allianz MTV Stuttgart träumt von der Meisterschaft – und genau das macht die Volleyball-Bundesliga zurzeit unberechenbar.
Der countdown läuft: playoffs starten am sonntag
Stuttgart geht als Tabellenführer in die Playoffs. Das Team von Trainerin Tanya Angelova hat 19 von 20 Spielen gewonnen – nur gegen den VfB Suhl gab es eine Niederlage. Genau diese Partie könnte zum Stolperstein werden. Suhl beendete die Hauptrunde auf Platz zwei und will nach dem Pokalsieg gegen Stuttgart nun auch die Meisterschaft.
Die 32-jährige Stautz steht vor ihrer letzten Saison. „Bis zum Saisonende erwarten uns noch viele spannende Momente und ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen, als gemeinsam – zum Abschied – die Meisterschaft zurück nach Stuttgart zu holen“, sagt sie. Die Fans feiern sie als Antonia, die Führungsspielerin, die seit zwei Jahren das Gesicht des Teams ist. Doch hinter der Ruhe brodelt es. Stautz sucht eine neue Herausforderung – und das weiß auch der Klub.

Schwerin will den 14. titel – und das sofort
Während Stuttgart um den Abschied kämpft, will der SSC Palmberg Schwerin in die Geschichte eintragen. Der Vorjahresmeister jagt den 14. Meistertitel. Trainer Felix Koslowski und sein Team starten am Samstag gegen die Ladies in Black Aachen in die Best-of-three-Serie. „Es ist eine gewisse Anspannung da, es sind ab jetzt K.o.-Spiele. Aber trotzdem steigt jetzt die Vorfreude auf die Playoffs“, sagt Koslowski.
Die Liga ist enger denn je. Drei Teams – Stuttgart, Suhl, Schwerin – haben realistische Chancen auf den Titel. Die Ausgangslage: Stuttgart hat die beste Ausgangsposition, aber Suhl hat bereits bewiesen, dass sie die Stuttgarterinnen schlagen können. Schwerin ist der erfahrene Playoff-Riese. Und dann ist da noch Stautz, die mit einem Sieg in den Ruhestand gehen will. Die Emotionen sind hoch, die Spannung noch höher.
Die Playoffs beginnen dieses Wochenende. Stuttgart gegen Erfurt am Sonntag um 16:00 Uhr. Suhl gegen Wiesbaden um 16:30 Uhr. Schwerin gegen Aachen am Samstag um 18:00 Uhr. Alle Spiele live bei Dyn. Die Meisterschaft ist offen – und das Finale wird dramatisch.
