Spurs schreiben basketball-märchen: 25-punkte-comeback gegen clippers in irrer schlussphase

Die Uhr zeigte noch sieben Minuten, da stand es 101:101 – und niemand in der Frost Bank Center glaubte mehr an die Los Angeles Clippers. Was danach passierte, wird in San Antonio in Jahren als „Wemby’s Night“ erzählt werden: Mit Victor Wembanyama als Anführer drehten die Spurs einen 25-Punkte-Rückstand und schmetterten die kalifornischen Stars mit 116:112 in die Desperation.

Ein verlorener dreier, zwei verpennte rebounds – und tränen

Die Clippers hatten alles im Griff, bis Kawhi Leonard mit 16 Sekunden vor Schluss den Dreier nahm, der die Führung hätte sichern sollen. Fehlte. Wembanyama fing den Ball, sprintete wie ein Gepard durch die gegnerische Zone und versenkte unbedrängt den Dunk zur 114:112-Führung. Doch die Spurs hatten noch nicht genug. Nicolas Batum stand beim erneuten Einwurf noch im Aus – und nahm trotzdem das Spielgerät entgegen, ein technisches Foul. Sekunden später verpassten die Clippers nicht nur einen, sondern zwei Offensiv-Rebounds nach Freiwürfen. Stephon Castle nutzte das Chaos, tippte den Ball rein – und die Halle explodierte. Wemby weinte. „Wir haben geglaubt, bis der Buzzer kam“, sagte er später mit zitternder Stimme.

De’Aaron Fox war nach der Pause ein anderer Mensch: 17 seiner 19 Punkte fielen im zweiten Durchgang, dazu neun Assists. Julian Champagnie warf fünf Dreier, traf fünf – und wurde prompt zum X-Faktor. Die Clippers? Sie schauten sich gegenseitig an, als hätte jemand den Stecker gezogen.

Denver sieht murray ausfallen – und die nuggets fallen in sich zusammen

Denver sieht murray ausfallen – und die nuggets fallen in sich zusammen

Die Denver Nuggets kamen als Favorit, gingen mit 51:65 in die Pause – und verloren am Ende 103:142 bei den New York Knicks. Der Grund: Jamal Murray knickte vor der Halbzeit um, blieb in der Kabine. Danach brach bei Denver alles zusammen. Nikola Jokic schraubte sich trotzdem auf 38 Punkte in 30 Minuten, aber das war Schaukeln auf dem Titanic-Deck. Die Knicks trafen in der zweiten Hälfte 77 Punkte – Rekordzahlen gegen eine Defense, die wie ein Sieb wirkte.

Jalen Brunson brauchte nur neun Körbe, spielte dafür aber 15 Assists. O.G. Anunoby übernahm das Scoring mit 34 Punkten – und ließ den Nuggets keine Atempause. Der Rückstand auf die Spitzengruppe in der Western Conference wächst, die Sorgenfalten bei Coach Michael Malone ebenso.

Doncic liefert 44 punkte in 32 minuten – pacers kassieren klatsche

Doncic liefert 44 punkte in 32 minuten – pacers kassieren klatsche

Ohne LeBron James, ohne Deandre Ayton – aber mit einem Luka Doncic in Lava-Modus. Der Slowene erzielte in nur drei Vierteln 44 Punkte, traf fünf Dreier im ersten Viertel allein und schickte die Indiana Pacers mit 128:117 heim. Die Lakers brauchten ihn danach nicht mehr: Die Bank verwaltete den Vorsprung, Austin Reaves steuerte 19 Punkte bei. Für die Pacers war Pascal Siakam mit 26 Zählern zwar bester Werfer, aber die Defense ließ 56 Prozent Field-Goal-Zugriff zu – ein Offenbarungseid.

Die West-Tableau verdichtet sich. Die Spurs feiern nicht nur einen Sieg, sondern auch Selbstvertrauen für die Play-In-Runde. Die Nuggets müssen bangen – und die Clippers? Die werden diese Nacht nicht vergessen, denn sie war ein Lehrstück darüber, wie schnell 25 Punkte in der NBA nur noch Geschichte sind.