Spuck-skandal in vaduz: ben seghir fliegt fünf spiele – xamax legt sofort einspruch ein
Ein Spuck-Angriff, fünf Spiele Sperre, ein Einspruch in letzter Sekunde: Die Challenge League liefert das nächste Kapitel ihrer Saison-Soap. Salim Ben Seghir, Mittelfeldspieler von Neuchâtel Xamax, muss zunächst die kompletle Strafe absitzen – trotz Protest seines Klubs. Die Szene war ekelhaft. In der Nachspielzeit des Spiels in Vaduz zielte der Franzose auf Nicolas Hasler. Kamera, Zuschauer, Schiedsrichter: alle sahen es. Die Disziplinarkommission handelte. Fünf Spiele sind Pflicht. Xamax reagierte am Mittwoch mit Einspruch. Doch die Uhr tickt gegen den Spieler.

Warum die sperre sofort wirkt
Die Regel ist klar: Einspruch hin oder her, das erste Pflichtspiel nach dem Urteil muss ohne Ben Seghir stattfinden. Für Freitag in Nyon fehlt ihm damit die Reise-Erlaubnis. Der Klub hofft auf Reduktion, doch die Bilder sind eindeutig. Wer spuckt, dem glaubt man selten. Die Liga will Signal setzen. Fairness vor Taktik. Für Xamax ein personeller Engpass mitten im Abstiegskampf. Für Ben Seghir eine Lektion, die Karriere kosten kann.
Die fünf Spiele bedeuten mehr als nur Fehlen. Sie bedeuten Image-Verlust, Gehaltsabzug und einen Stempel, der schwer abwäscht. Trainerstab und Mitspieler müssen nun mit einem improvisierten Mittelfeld planen. Die Fans diskutieren auf Social Media: Sollte der Verein nicht gleich auf den Spieler verzichten? Die Antwort kommt vom Präsidenten: „Wir stehen zu unserem Kader, aber wir akzeptieren auch die Konsequenz.“ Das klingt nach spätem Arger, nicht nach Team-Spirit.
Die Challenge League tobt. Jede Runde ein Drama, jedes Drama ein Video. Die Liga verkauft Spannung, doch diese Art von Spannung will niemand. Sponsoren ziehen sich zurück, wenn Fairplay zur Fußnote wird. Für Ben Seghir steht jetzt Selbstreflexion an. Fünf Wochen ohne Pfiff, fünf Wochen mit nur Training. Danach muss er sich neu beweisen – wenn er darf. Die Uhr tickt. Der Ball rollt weiter. Und das nächste Foul ist nur einen Spielzug entfernt.
