Spritpreise explodieren: staat bereitet 25-cent-rabatt vor
Die Zahlen lügen nicht: 1,674 Euro pro Liter Benzin, 1,728 Euro für Diesel – und laut Analysten ist das erst der Anfang. Der Krieg im Iran treibt die internationalen Ölmärkte in eine Richtung, die Autofahrer in ganz Europa schmerzhaft zu spüren bekommen. Doch ausgerechnet jetzt rückt ein staatliches Instrument in greifbare Nähe, das die Preisspirale bremsen könnte: die sogenannte Accisa Mobile, ein Steuerrabatt von 25 Cent pro Liter.
Was hinter dem dramatischen preisanstieg steckt
Der Dieselpreis hat sich in kürzester Zeit um mehr als 16 Prozent verteuert – zuletzt stand er auf diesem Niveau am 14. Februar 2024. Der Benzinpreis markiert seinen höchsten Stand seit dem 23. Juni 2025. Beides sind keine Zufallszahlen, sondern direkte Folgen der militärischen Lage im Iran, die die globalen Rohölmärkte in Alarmbereitschaft versetzt. Die Schließung der Straße von Hormuz bleibt das Schreckgespenst, das die Händler nervös macht – und den Brent-Rohölpreis auf aktuell 81 Dollar pro Barrel treibt.
Zum Vergleich: Die italienische Regierung hatte in ihrem Haushaltsdokument einen Ölpreis zwischen 70 und 75 Dollar pro Barrel eingeplant. Diese Schwelle ist längst überschritten. Und genau das ist der Auslöser für einen Mechanismus, den viele vergessen haben.
Der steuerrabatt, der automatisch greifen kann
Die Accisa Mobile ist kein politisches Versprechen, sondern geltendes Recht. Artikel 2 des Gesetzesdekrets Nummer 5 vom 14. Januar 2023, umgewandelt in das Gesetz 23/2023, regelt präzise, wann der Staat auf einen Teil seiner Kraftstoffsteuern verzichtet: nämlich dann, wenn der durchschnittliche Brent-Preis im vorangegangenen Zweimonatszeitraum über dem im Haushaltsdokument festgelegten Niveau liegt. Genau diese Bedingung ist heute erfüllt.
Der Mechanismus erinnert an den März 2022, als Benzin auf 2,137 Euro pro Liter kletterte und Diesel auf 2,122 Euro – wohlgemerkt im günstigeren Self-Service-Betrieb. Damals griff die Regierung mit einem Steuerabschlag von 25 Cent plus Mehrwertsteuer ein. Heute stehen die Zeiger wieder auf ähnliche Weise.

Die aktuellen preise im überblick
Die Daten stammen vom Preisbeobachtungssystem des Wirtschaftsministeriums, erhoben am 2. März an rund 20.000 Tankstellen und ausgewertet von Staffetta Quotidiana. An der Zapfsäule ohne Bedienung zahlt man für Benzin im Schnitt 1,674 Euro (Markentankstellen: 1,683 Euro, freie Tankstellen: 1,656 Euro) und für Diesel 1,728 Euro (Markentankstellen: 1,739 Euro, freie Tankstellen: 1,708 Euro).
Wer bedient tankt, zahlt deutlich mehr: Benzin kostet 1,813 Euro, Diesel 1,865 Euro. Auf der Autobahn wird es richtig teuer – Benzin im Self-Service bei 1,778 Euro, mit Bedienung bei 2,039 Euro. Diesel auf der Autobahn: 1,830 Euro ohne Bedienung, 2,090 Euro mit. Flüssiggas liegt bei 0,690 Euro pro Liter, Erdgas bei 1,517 Euro pro Kilogramm.

Noch eine offene frage – aber die zeit läuft
Rechtlich ungeklärt bleibt, ob der „vorangegangene Zweimonatszeitraum
