Springer schmeißt anderson raus: deutscher darts-youngster wirbelt sindelfingen durcheinander

Niko Springer hat gerade bewiesen, dass er nicht nur ein hübscher Spitzname ist. Der „Meenzer Bub“ warf beim European Darts Grand Prix niemand Geringeren als Titelverteidiger Gary Anderson aus dem Turnier – 6:3 in Legs, 95 im Average, ein Furioso mit 54,55 % Doppel-Quote. Die Halle in Sindelfingen kochte, als der Schotte nach der dritten Aufnahme bereits mit 110 Punkten Rückstand sah.

Der start, der alles entschied

Springer legte los wie ein Feuerwehrmann, der seinen ersten Einsatz hat: drei Legs, 110 Punkte pro Visit, keine Gnade. Anderson wirkte wie ein Boxer, der die erste Runde verschlafen hat – und nie richtig aufwachte. 30 % Doppel, fünf Punkte weniger im Average, das reicht gegen einen Mann, der gerade seinen Moment riecht.

Die Zahlen lügen nicht: 95,0 Average gegen 90,4, 54,55 % Doppeltreffer gegen 30 %. Aber hinter den Stats steckt ein Junge, der sich selbst neu erfunden hat. Springer war lange der Talentschuppen, der nie ganz zuschlug. Jetzt trifft er – und trifft hart.

Nächster gegner: noppert, der eisige niederländer

Nächster gegner: noppert, der eisige niederländer

Am Sonntag wartet Danny Noppert, ein Mann, der selbst Anderson schon in die Knie gezwungen hat. Für Springer ist es das erste Achtelfinale auf der European Tour in dieser Saison. Für Deutschland ist es die vielleicht größte Überrashung seit Max Hopp 2019 in Hamburg.

Und während Springer feiert, müssen Michael Unterbuchner und Martin Schindler noch ran – gegen Michael van Gerwen und Damon Heta. Die Nacht könnte noch länger werden für die deutsche Flagge. Aber egal, was passiert: Der Abend gehört Niko Springer. Er hat gerade einem Weltmeister gezeigt, dass Fliegen nicht nur Schotten können.