Springer nach wm-schock: „ich habe nichts zu verlieren!“, sagt er
Ein furioser Sieg, ein Geständnis der Nervosität und der Blick zurück auf eine schwere Zeit – Niko Springer zeigte nach seinem 6:1-Erfolg gegen Michael van Gerwen beim German Darts Grand Prix eine beeindruckende Ehrlichkeit. Der junge Deutsche scheint den Tiefpunkt nach der Weltmeisterschaft überwunden zu haben und ist bereit für die nächste Herausforderung.
Die last der erwartungen: springer spricht über seine gefühlswelt
Der Triumph gegen „MvG“ war mehr als nur ein Sieg; er war ein Statement. Springer offenbarte im Gespräch mit Sport1, dass er vor dem Spiel enorm unter Druck stand: „Ich war, um ehrlich zu sein, ziemlich nervös. Van Gerwen ist natürlich ein großer Spieler, vor dem habe ich extrem viel Respekt.“ Doch er gelang es ihm, diese Nervosität zu kanalisieren und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: den Sieg. „Das Ziel auf der Bühne muss immer sein, das Spiel zu gewinnen“, betonte er, und diese Fokussierung zahlte sich aus.
Doch der Weg zurück war alles andere als einfach. Das frühe Aus bei der Darts-Weltmeisterschaft traf Springer hart. „Es war extrem schwierig. Ich musste das erste Training nach der WM tatsächlich abbrechen.“ Die Enttäuschung war groß, aber der junge Darts-Star gab nicht auf.

Neuer glaube, neues selbstvertrauen: springers comeback
Sein aktuelles Comeback verdankt Springer vor allem seinem Umfeld, das ihn in der schwierigen Phase auffing und ihm den nötigen Rückhalt gab. „Der Glaube ist extrem wichtig“, so Springer. Er weiß, was er kann, und der Award als Newcomer des Jahres gab ihm zusätzliche Motivation. „Ich denke, ich bin momentan auf dem richtigen Weg.“
Am Montag trifft Springer im Viertelfinale auf „Bully Boy“ Michael Smith, den amtierenden Weltmeister. Springer kündigt an, dieses Match „definitiv genießen“ zu wollen. „Ich weiß, Michael Smith ist natürlich ein extrem guter Spieler – nicht ohne Grund Weltmeister. Aber ich habe nichts zu verlieren und freue mich, Let’s go!“
Die selbstbewusste Haltung Springers deutet auf einen Spieler hin, der aus seinen Erfahrungen gelernt hat und bereit ist, sich der Herausforderung zu stellen. Ob er seinen Trumpf gegen Smith ausspielen kann, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch: Niko Springer hat sich zurückgekämpft und ist ein ernstzunehmender Kandidat für den Titel.
