Sporting dreht 0:3-pleite in 5:0-krimi und wirft bodo/glimt raus

Was für eine Nacht! Sporting Lissabon schreibt gegen Bodo/Glimt ein Stück europäische Fußball-Geschichte und jagt die Fans in Ekstase: 0:3 aus dem Hinspiel, 5:0 nach 120 irrwitzigen Minuten – die Portugiesen stehen erstmals seit 1983 im Viertelfinale der Champions League.

Die nullnummer in norwegen wird zur attacke in lissabon

Rui Borges’ Mannschaft tritt an, als gäbe es kein Morgen. Bereits nach 34 Minuten köpft Inacio die Führung, Gonçalves erhöht nach Suárez-Vorlage auf 2:0. Als der Uruguayer nach Handelfmeter Bjorkans den 3:0-Pausenstand markiert, ist die Vorentscheidung gefallen – doch Haikin pariert wie ein Besessener, Trincão trifft nur den Pfosten. Verlängerung!

Dort schlägt die Stunde von Maxi Araujo. Der eingewechselte Linksaußen spitzelt Trincãos Hereingabe zum 4:0 über die Linie, 103. Minute, Stadion tobt. Bodo will sich nicht ergeben, doch ein letzter Ballverlust wird eiskalt genutzt: Nel mit dem Hammer zum 5:0, Abpfiff, Ausbruch purer Raserei.

Die statistik, die alles erklärt

Die statistik, die alles erklärt

Elf Torschüsse innerhalb der ersten 45 Minuten, 68 Prozent Ballbesitz, 14 erfolgreiche Balleroberungen im gegnerischen Drittel – die Zahlen sprechen klare Sprache. Bodo/Glimt, zuletzt Inter-Bezwinger, sieht die Grenzen des nordischen Underdog-Mythos. „Wir haben alles gegeben, aber gegen diese Intensität keinen Zugruck mehr gefunden“, sagt Trainer Kjetil Knutsen sichtlich mitgenommen.

Für Sporting ist die Mission geklärt: Das zweite Viertelfinal-Ticket der Klubhistorie, 43 Jahre nach dem ersten. „Wir haben gezeigt, was möglich ist, wenn Glaube auf Qualität trifft“, so Kapitän Sebastián Coates. Nächster Halt: Viertelfinale. Und wer will wetten, dass diese Mannschaft auch dort kein Halten kennt?